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Interessenkreis Ortsgeschichte Hildrizhausen


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Historische Wanderungen zu den Naturdenkmalen auf Gemarkung Hildrizhausen

Bild 1

Die Geschichte des Naturparks Schönbuch
Wald des Jahres 2014


Im Umkreis der Großstadt Stuttgart ist der Schönbuch ein einzigartig geschlossener Wald (etwa 15.600 Hektar). Ihn erklärte Baden-Württembergs Regierung 1972 zum ersten Naturpark des Landes. Seine heutigen Qualitäten als weitgehend unzerstörtes Naherholungsgebiet verdankt der Schönbuch verschiedenen Umständen:

  • Die Bewohner von über 60 Siedlungen wollten ihr Holzreservoir und ihre Waldweide mit keinen zusätzlichen Nutzern teilen.
  • Die Württembergischen Grafen, Herzöge (seit 1495) und Könige (seit1806) schützten diesen Wald, der ihr Lieblingsjagdgebiet war.
  • Das Kerngebiet im Süden eignete sich wegen seiner Geländeform und den armen Böden kaum für eine Besiedlung.

Der Schönbuch wird erstmals im Jahr 1187 in einer Urkunde für das Kloster Bebenhausen genannt: „nemus cui nomen est Schaienbuch“ (Der Wald, dessen Namen Schaienbuch lautet). Seit der Mitte des zwölften Jahrhunderts herrschten die Pfalzgrafen  von Tübingen über wesentliche Teile des Gebietes. Sie mussten die Herrschaftsrechte aber mit anderen teilen. Erst die Grafen von Württemberg erwarben im 14. Jahrhundert die alleinige Obrigkeit über den gesamten Schönbuch. In Württemberg bewirtschafteten gräfliche und herzogliche Beamte den Wald normalerweise im Rahmen der „Forste“, in die das ganze Land eingeteilt war. Der Schönbuch indessen besaß bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine besondere Verwaltung. Das war nötig, weil das Gebiet von seinem Ursprung her die Verwaltungseinheit einer riesengroßen Marktgenossenschaft war. Die über 60 Siedlungen (Schönbuchgenossen) nutzten den Wald und das Weideland gemeinsam.

Fünf hauptsächliche Nutzungsrechte:

1.    Weidegang für das Großvieh
2.    Mast der Schweine mit Eicheln und Bucheckern
3.    Brennholzgewinnung
4.    Holz zum Hausbau
5.    Holz für die Handwerker (z.B. Wagner, Küfer und Pflugmacher)

Anzahl der Nutzungsrechte: z.B. Tübingen, Herrenberg, Weil im Schönbuch: 5 Nutzungsrechte. Hildrizhausen: unbestimmte Anzahl von Nutzungsrechten.

In Deutschland gibt es gegenwärtig 91 Naturparks. Sieben davon liegen in Baden-Württemberg. Der Schönbuch mit rund 15.600 Hektar ist der kleinste, aber auch der älteste Naturpark. Seine Fläche entspricht der Fläche des Fürstentums Liechtenstein.

Im Ballungsraum des Mittleren Neckars ist es als größtes zusammenhängendes Waldgebiet für die Naherholung von hoher Bedeutung. 1,6 Mio. Menschen leben im Umkreis von 30 km.    Und an Frühlingstagen sind es bisweilen 100.000 Erholungssuchende, die den Schönbuch wandernd, spazierend oder radfahrend durchstreifen.

Naturpark Schönbuch

Karte

Start- und Parkmöglichkeiten

1.    Schönbuchschule
2.    Stellenhäusle
3.    Kohltor

Einkehrmöglichkeiten in Hildrizhausen (Gaststätten, Restaurants)

Öffnungszeiten bitte telefonisch erfragen.

1.    „Fuchsbau“    Kohltor 1                Tel. 07034 9317-509
2.    „Hirsch“    Ehninger Str.12,             Tel. 07034 4830
3.    „Löwen“     Herrenberger Str.  15            Tel. 07034 4233
4.    „TSV Sportgaststätte“  Herrenberger Str. 60    Tel. 07034 279977
5.    „Waldblick“    Karl-Endriss-Str. 14/1            Tel. 07034 5167


Bearbeitet von Wolfgang und Veronika Lehmann und Seev Bar vom
Interessenkreis Ortsgeschichte Hildrizhausen

Fotos: Interessenkreis Ortsgeschichte    



 
Wanderungen und GPS Daten

Die anschließend beschriebenen Naturdenkmale liegen alle auf Gemarkung Hildrizhausen. Sie können auf zwei Wanderungen besucht werden.

Rundwanderung 1 (blaue Linie):  Beginn Parkplatz Stellenhäusle, weiter entlang Waldrand Richtung Süd-Ost.
Länge 5,3 km, Höhenunterschied  30 m, Steigung gesamt 120 m.

Rundwanderung 2 (rote Linie):  Beginn Parkplatz Schönbuchschule, vorbei am Freizeitgelände Richtung Wald. Länge 11 km, Höhenunterschied 190 m, Steigung gesamt 365 m.

Streckenverläufe sind in beiliegender Karte dargestellt.
 Wanderung 1

Wanderung 2


Wanderkarte

Wanderkarte

Bemerkung: Das Hangquellmoor ist in der Karte nicht eingezeichnet. Es befindet sich auf dem Weg entlang der Lindach, etwa dort, wo das „N“ der Neurathseiche steht.


"Stellenhäusle"

Stellenhäusle


Auf eine ganz besondere Geschichte lässt das "Stellenhäusle" schließen. Es liegt direkt an der Landstraße 1184, die von Herrenberg nach Hildrizhausen führt, auf Höhe des Hildrizhausener Sportplatzes, an der Abzweigung nach Rohrau.

Mit großer Wahrscheinlichkeit war das "Stellenhäusle" früher eine Kapelle. Denn in dieser Gegend, außerhalb des Ortes und am Schönbuchrand gelegen, wurde früher nach Lehm gegraben. Dort ließen die Hausemer ihr Vieh weiden. Der Weg zur Nikomedeskirche war weit, das Beten jedoch wichtiger Bestandteil des alltäglichen Lebens. Aus diesem Grund baute man wohl die kleine Kapelle. Für diese Sichtweise spricht auch die massive Bauweise des "Stellenhäuschens": Die Mauern sind dick gemauert, der Giebel mit Fachwerk gebaut. Das Dach soll einst mit Holzziegeln gedeckt gewesen sein, erzählen Zeitzeugen. Sie sind sich sicher: für einen Unterstand oder ein Wartehäusle hätte man keinen solchen Aufwand betrieben. Es wird vermutet, dass die Hildrizhausener so vorausschauend waren und die Kapelle rechtzeitig ausgeräumt haben. So konnten sie verhindern, dass die Kapelle nach der Reformation zerstört wurde.

Das Baujahr des Stellenhäusles ist nicht bekannt, im Jahr 1997 wurde es von Mitgliedern des TSV Hildrizhausen restauriert, wovon auch die Inschrift "19 TSVH. 97" am Türbogen zeugt.



Bild 7

Foto Angelika Hecht

Mein Dr. Wald

Wenn ich an Kopfschmerz leide und Neurosen,
mich unverstanden fühle oder alt,
und mich die schönen Musen nicht umkosen,
dann konsultiere ich den Dr. Wald.

Er ist mein Augenarzt, mein Psychiater,
mein Orthopäde und mein Internist.
Er heilt mich ganz bestimmt von jedem Kater,
ob der aus Kummer oder Cognac ist.

Er hält nicht viel von Pülverchen und Pillen –
doch umso mehr von Luft und Sonnenschein,
und kaum umhüllt mich seine Stille
raunt er mir zu „nun atme tief Du ein“.

Ist seine Praxis oft auch überlaufen,
in seiner Obhut läuft man sich gesund,
und „Kreislaufkranke“ die doch heute schnaufen,
sind morgen ohne klinischen Befund.

Er bringt uns immer wieder auf die Beine,
das Seelische ins Gleichgewicht –
verhindert Fettansatz und Gallensteine  –
doch Hausbesuche macht er nicht!

(Gefunden in der Kapelle des Benediktiner Klosters in Bad Wörishofen)


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Verfasser: Gemeinde Hildrizhausen, 26.02.2015



Alle Angaben sind "ohne Gewähr" - für die Richtigkeit ist der Verfasser verantwortlich.