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Historische Wanderungen zu den Naturdenkmalen auf Gemarkung Hildrizhausen – Teil 2 der Serie


Johannes-Konath-Eiche

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Johannes-Konath-Eiche
Nahe dem Stellenhäusle am Waldrand (Straßenkreuzung Herrenberg/Rohrau). Schöner Blick über die ausgedehnte Schönbuchmulde und Hildrizhausen.

Johannes Konath  (1907-1970) war Waldschütz und Waldmeister der Gemeinde Hildrizhausen, ein geachteter, großer und angeblich bärenstarker Mann. Er war von 1959 bis 1970 Mitglied des Gemeinderats und während dieser Zeit auch 1. Stellvertretender Bürgermeister und 1. Stellvertretender Standesbeamter.

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Alter ca. 300 Jahre
Stammumfang in 1 m Höhe: 4,15 m                                    
Höhe ca. 29 m
Kronendurchmesser ca. 19 m


Prinz-Friedrich-Eiche

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Prinz-Friedrich-Eiche
Standort am Ende der Prinz-Friedrich-Allee.

Die Eiche und die Allee sind benannt nach Prinz Friedrich Karl August von Württemberg (1808-1870). Er war ein württembergischer General und Vater des Königs Wilhelm II. von Württemberg.


Alter ca. 360 Jahre
Stammumfang in 1 m Höhe: 3,70 m
Höhe ca. 27 m
Kronendurchmesser 16 m



Prinz Friedrich Karl August von Württemberg
(* 21. Februar 1808 auf der Comburg bei Schwäbisch Hall,  † 9. Mai 1870 in Stuttgart)
War ein württembergischer General und Vater des Königs Wilhelm II. von Württemberg.
   
                                   Bild 11       

Prinz Friedrich war der älteste Sohn des Prinzen Paul von Württemberg und seiner Ehefrau Charlotte von Sachsen-Hildburghausen, einer Tochter des Herzogs Friedrich von Sachsen-Hildburghausen (bzw. ab 1826 Altenburg). Prinz Friedrich wurde in dessen zeitweiliger Residenz, dem ehemaligen Ritterstift Comburg bei Schwäbisch Hall, geboren. Sein Großvater war der erste württembergische König  Friedrich I., sein Onkel der zweite König Wilhelm I.

Prinz Friedrich schlug eine standesgemäße militärische Laufbahn in der württembergischen Armee ein, erhielt bereits als Fünfzehnjähriger den Rang eines Rittmeisters II. Klasse, war 1832 Oberst der Infanterie und erreichte 1841 den Rang eines Generalleutnants der Kavallerie. 1865 beförderte ihn König Karl I. zum General der Kavallerie und Oberkommandierenden des württembergischen Bundesarmeekorps. Im Deutschen Krieg von 1866 gegen Preußen hatte er jedoch kein Feldkommando inne, sondern erlebte ihn als Verbindungsoffizier im Hauptquartier des österreichischen Feldzeugmeisters.

Aufgrund seiner Abstammung war Prinz Friedrich Mitglied der Ersten Kammer des württembergischen Landtags, an deren Sitzungen er auch teilnahm. 1865 berief ihn sein Schwager König Karl in den Geheimen Rat. Er wohnte vorwiegend in einem Palais in Stuttgart und im Jagdschloss Katharinenhof bei Oppenweiler.

Am 20. November 1845 heiratete er seine Cousine Prinzessin Katharina von Württemberg (1821–1898), eine Tochter von König Wilhelm I. Er setzte sich dabei über die Wünsche seines Vaters hinweg, der die Ehe ablehnte. Das einzige Kind aus dieser Verbindung war der 1848 in Stuttgart geborene Prinz Wilhelm, der 1891 als Wilhelm II. König von Württemberg wurde.

Prinz Friedrich von Württemberg starb am 9. Mai 1870 in Stuttgart an einem Geschwür, das vermutlich die Spätfolge einer Gesichtsverletzung war, die er sich bei einem Jagdunfall zugezogen hatte. Er wurde in der Gruft der Schlosskirche von Ludwigsburg beigesetzt.


Sandgrube „Hahnenbühl“

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Sandgrube „Hahnenbühl“
Grill- und Rastplatz. Möglicherweise wurde früher hier, wie auch an anderen Stellen des Schönbuchs, Sand gewonnen.

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Die Wälder schweigen (Erich Kästner)

Die Jahreszeiten wandern durch die Wälder.
Man sieht es nicht. Man liest es nur im Blatt.
Die Jahreszeiten strolchen durch die Felder
Man zählt die Tage. Und man zählt die Gelder.
Man sehnt sich fort aus dem Geschrei der Stadt.
Das Dächermeer schlägt ziegelrote Wellen.
Die Luft ist dick und wie aus grauem Tuch.
Man träumt von Äckern und von Pferdeställen.
Man träumt von grünen Teichen und Forellen
Und möchte in die Stille zu Besuch.
Die Seele wird vom Pflastertreten krumm.
Mit Bäumen kann man wie mit Brüdern reden
und tauscht bei ihnen seine Seele um.
Die Wälder schweigen. Doch sie sind nicht stumm.
Und wer auch kommen mag, sie trösten jeden.
Man flieht aus den Büros und den Fabriken.
Wohin, ist gleich! Die Erde ist ja rund!
Dort, wo die Gräser wie Bekannte nicken
und wo die Spinnen seidne Strümpfe stricken,
wird man gesund.

Erich Kästner (1899-1974)


Stellrücken-Eiche

Bild 14

Stellrücken-Eiche  
Die Stellrücken-Eiche steht einige Meter abseits der Prinz-Friedrich-Alle (in nördlicher Richtung).

Stellberg, Stellrücken sind Waldortsbezeichnungen, die darauf hinweisen, dass dort einmal ein Stall gestanden hat, in den sich das Weidevieh bei Unwetter zurückziehen konnte. Die Hildrizhauser Bauern hatten das Weiderecht auch im Staatswald Lindach.

Alter ca. 330 Jahre
Stammumfang in 1 m Höhe: 4,48 m
Höhe: ca. 29 m
Kronendurchmesser ca. 27 m


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Verfasser: Gemeinde Hildrizhausen, 26.02.2015



Alle Angaben sind "ohne Gewähr" - für die Richtigkeit ist der Verfasser verantwortlich.