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Historische Wanderungen zu den Naturdenkmalen auf Gemarkung Hildrizhausen – Teil 5 der Serie


Gabeleiche

Bild 1

Gabeleiche

Diese starke Eiche hat ihren Namen von ihrer unübersehbaren Gabelung erhalten. Sie steht am „Eselstritt“. Die uralten Eichen am Rauhen Hau sind Überbleibsel eines Hutewaldes, einer Waldweide für das Hausemer Vieh. Das Gras für die Kühe, die Eicheln für die Schweine.

Die unmittelbar daneben stehende Eiche wurde durch Orkan Lothar so stark beschädigt, dass sie entfernt werden musste..

Alter ca. 400 Jahre
Stammumfang in 1 m Höhe: 4,70 m
Höhe ca. 29 m
Kronendurchmesser 25 m


Eichen im Schönbuch
Grundsätzliches: Eichen (Quercus) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Buchengewächse. Die Gattung umfasst etwa 400 bis 600 Arten, sie sind einhäusig getrenntgeschlechtig. Eichen beherbergen eine ungewöhnliche Vielfalt von Insekten (bis zu 1000 Arten in einer Krone)
Überwiegend finden wir im Schönbuch Stiel-Eichen (Quercus robur), auch Sommer- oder Deutsche Eiche genannt. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde aus dem östlichen Nordamerika die Roteiche eingebürgert, erkenntlich an den großen Blättern, leuchtend rot im Herbst. Die hier beschriebenen Naturdenkmale sind in der Regel Stiel-Eichen.
Viele der alten Eichen sind Zeugen der Zeit als der Schönbuch vorwiegend als Waldweide genutzt wurde (Hute Eichen), als Regenschutz, Schattenspender und Nahrungsangebot (Eicheln) für die Tiere. Übrigens, 2011 ist ein „Eicheljahr", bis zu ca. 1000 Stück auf den Quadratmeter.
Waldwirtschaft: Die Eiche ist ein Lichtbaum, d.h. sie braucht viel Licht um ihre Krone voll ausbilden zu können. Sie steht damit in starker Konkurrenz zur Buche oder anderen Laubbäumen, die ja schneller wachsen. Als Nutzholz soll die Eiche groß und gerade gewachsen sein um möglichst viele Raummeter als Wertholz liefern zu können. Ein solcher Stamm soll ohne Äste (Reiser) und mindestens sechs Meter hoch sein.
Wie versucht die Forstwirtschaft dies kostengünstig zu erreichen? Damit der Stamm hoch und astfrei wird, soll er im Schatten anderer Bäume wachsen. Sonneneinstrahlung auf den Stamm würde die Astbildung fördern und den Wert mindern. Also pflanzt man um eine Gruppe junger Eichen junge Laubbäume und wartet wie sie sich entwickeln. Die Setzlinge konkurrieren miteinander und streben so gleichzeitig dem Himmel entgegen. Einige bleiben auf der Strecke bzw. müssen nach einigen Jahren der stärksten weichen. Nachdem eine Eiche ihre Höhe erreicht hat, dürfen die umgebenden Laubbäume die Kronenbildung der Eiche nicht mehr behindern, es muss wieder Platz geschaffen werden.
So hofft man aus diesem Pflanz-Trupp mindestens eine kräftige wertvolle Eiche in 200 Jahren hervorzubringen.

Ökologie
Schon von alters her ist den Menschen aufgefallen, dass Eichen eine ungewöhnliche Vielfalt von Insekten beherbergen (bis zu 1000 Arten in einer Krone). Die Spezialisierung zahlreicher Insekten auf diese Bäume gilt als ein Zeichen des hohen entwicklungsgeschichtlichen Alters (Koevolution).
Die Eiche ist Nahrungshabitat der Raupen von vielen Schmetterlingsarten. Sie wird in Mitteleuropa nur von der Salweide übertroffen. Beide beherbergen über 100 Arten.

Verbreitung
Arten gibt es in Nordamerika, Mexiko, auf den Karibischen Inseln, in Zentralamerika, in Südamerika nur in Kolumbien, in Eurasien und in Nordafrika. Quercus ist die wichtigste Laubbaumgattung der Nordhalbkugel. Ein Schwerpunkt der Artenvielfalt ist Nordamerika.
In Deutschland sind die Eichen mit einem Anteil von neun Prozent des Bestandes im Flach- und Hügelland nach den Buchen die verbreitetste Laubbaum-Gattung. Noch höhere Anteile an den Beständen in einigen Wäldern nahe der Küste etwa im Lübecker Stadtwald sind noch immer auf die Bedeutung der Eiche für den Schiffbau im Mittelalter zurückzuführen. In Deutschland kommt die Eiche vor allem in Mischwäldern vor. Größere Eichenwälder sind selten.
Eichen traten bereits im Tertiär auf. Sie finden sich fossil schon vor zwölf Millionen Jahren, etwa in Sedimenten der Niederrheinischen Bucht.


Grenzstein „Oberamt Herrenberg | Böblingen“

Bild 2

Grenzstein mit der Aufschrift „Oberamt Herrenberg | Böblingen“.

Vermutlich zur Kennzeichnung der Grenze zwischen den ehemaligen Landkreise Herrenberg und Böblingen.

Höhe ca. 50 cm, Breite ca. 65, Dicke ca. 15 cm.


Eselstritt (Gemarkung Altdorf)

Bild 3

Bild 4

Wer vom Schaichhof in westlicher Richtung Herrenberg zu den Wald betritt, kommt zum Eselstritt, dem höchsten Punkt des Weges. Über den Eselstritt führte eine von Ehningen und Hildrizhausen herkommende Römerstraße, die auch später noch als Saumpfad vom Neckartal durch den Wald in Richtung Hildrizhausen benützt wurde. Esel transportierten Kornsäcke auf ihren Rücken von Hildrizhausen nach den Neckartalmühlen und auf dem Weg das gewonnene Mehl wieder zurück.

Beim Eselstritt befinden sich natürliche Bodenvertiefungen, die wegen ihrer Ähnlichkeit mit Eselstritten zu der Volkssage geführt haben mögen, dass über diese Stelle Jesus mit einem Esel geritten sei. Zur genaueren Bezeichnung der Stelle hat der ehemalige Oberförster Vogelmann von Bebenhausen um 1840 auf dem Eselstritt eine Sandsteinplatte mit einer eingemeißelten Eselsfährte setzen lassen, die bis heute erhalten blieb.

Quelle: Der Waldwanderer im Schönbuch, Autor und Verlag: Walter Hahn, Weil im Schönbuch, 1972


„Margareten“ Brunnen

Bild 5

Bild 6

„Margaretenbrunnen“.

Es handelt sich um eine gefasste Quelle an der Langen Halde, auf der anderen Wegseite des „Brunnen an der Langen Halde“. Die Tafel wurde mal aus Jux angebracht, sie hat keinerlei Bedeutung oder Bezug zu irgendeinem Ereignis.


Lange Halde Brunnen

Bild 7

Lange Halde Brunnen.
Über diesen Brunnen ist wenig bekannt, sein Wasser hat den Ruf besonders schmackhaft zu sein. Diesem Wasser werden sogar heilende Kräfte zugesprochen.


Die Ameisen

In Hamburg lebten zwei Ameisen,
Die wollten nach Australien reisen.
Bei Altona auf der Chaussee
Da taten ihnen die Beine weh,
Und da verzichteten sie weise
Dann auf den letzten Teil der Reise.

Joachim Ringelnatz (1883-1934)


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Verfasser: Gemeinde Hildrizhausen, 26.03.2015



Alle Angaben sind "ohne Gewähr" - für die Richtigkeit ist der Verfasser verantwortlich.