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Naturdenkmale auf Gemarkung Hildrizhausen - Folge 3

Geologie und Landschaft des Schönbuchs

 

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Der Schönbuch liegt als fast völlig bewaldeter Teil des Schwäbischen Schichtstufenlandes eingebettet zwischen dem Schwarzwald und der Schwäbischen Alb in den sanften Hügeln der Gäulandschaften.

Die aus riesigen Treppenstufen aufgebaute Schönbuch-Landschaft entstand aus einer Wechselfolge von weichen Ton- und harten Sandsteinen. Diese verwitterten im Laufe der Erdgeschichte unterschiedlich rasch. So steigen die Keuperberge im Westen bei Herrenberg aus der vorwiegend landwirtschaftlich genutzten Gäuebene auf und bilden mit ihren harten Sandsteinen den charakteristischen Stufenrand des Schönbuchs.

Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war die Verarbeitung der Keupergesteine ein wichtiges Gewerbe in den nördlichen Schönbuchtälern. Eine erste urkundliche Erwähnung einer Steingrube bei Dettenhausen datiert aus dem Jahre 1383. Aus Stubensandsteinen fertigten Steinhauer in schweißtreibender Handarbeit Mühlsteine, Bausteine und Skulpturen. Vor allem die Architekten schätzten den Stein aus dem Schönbuch für ihre Bauten: das Ulmer Münster, der Kölner Dom, das Kloster Bebenhausen und viele andere Großbauwerke vergangener Jahrhunderte bestehen teilweise hieraus.

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Mühlsteine aus dem Schönbuch waren ein begehrtes Gut. Über die Donau sollen sie bis in die Türkei exportiert worden sein.

< Mühlsteinrohling

 

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Flora und Fauna im Schönbuch

Der unzersiedelte Schönbuch ist ein einzigartiges Refugium für Pflanzen
und Tiere.
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Hier gibt es sie noch, die Feuersalamander, Gelbbauchunken, Hohltauben, Schwarzspechte, Hirschkäfer und Orchideen, die andernorts bereits der
veränderten menschlichen Landnutzung zum Opfer gefallen sind. Allein das
räumlich eng begrenzte Goldersbachtal, durch das sich ein noch unver-bauter Bach schlängelt, beheimatet 387 Pflanzen und über 90 Moosarten, von denen nicht wenige auf der "Roten Liste" der bedrohten Arten stehen.
Die einzelnen Spezies der Pflanzen und Tiere stellen sehr unterschiedliche
Anforderungen an ihre Lebenswelt.

 

Der Schönbuch hat von allem etwas:

  • Große, geschlossene Waldregionen, die den darin lebenden Tieren, wie Rot-, Reh- und Schwarzwild, aber auch Fuchs, Hase, Dachs, Marder, Igel und vielen weiteren Tierarten ein dauerhaftes Überleben sichern;

  • Talauen mit Wiesen oder naturnahen Bachauewäldern, die insbesondere für viele Amphibien und eine reichhaltige Pflanzenwelt mit teils seltenen Arten bedeutsam sind;

  • Moorgebiete und Tümpel mit seltenen Wasserpflanzen und einer großen Zahl an Wasserinsekten und schillernden Libellen;

  • Naturnahe Fließgewässer mit der angepassten Fauna aus Wasserinsekten, gefährdeten Kleinfischen, aber auch so phantastischen Arten wie dem farbenprächtigen Eisvogel;

  • Dicke, uralte Bäume mit Höhlen, die den Spechten und anderen Höhlenbrütern sowie einer Vielzahl von Insekten wie den Hornissen ein Überleben in unserer Umwelt sichern;

  • Aufgelassene Weinberge im Süden mit ihrer so typischen Flora der Trockenbereiche

  • Nicht zuletzt Streuobstwiesen, die der Gegend ihren unverwechselbar lieblichen Charakter verleihen, aber auch seltene Vögel wie den Neuntöter oder den Steinkauz beherbergen.
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Eichhörnchen
Foto: Angelika Hecht

 

 

Mein Dr. Wald

Wenn ich an Kopfschmerz leide und Neurosen,
mich unverstanden fühle oder alt,
und mich die schönen Musen nicht umkosen,
dann konsultiere ich den Dr. Wald.

Er ist mein Augenarzt, mein Psychiater,
mein Orthopäde und mein Internist.
Er heilt mich ganz bestimmt von jedem Kater,
ob der aus Kummer oder Cognac ist.

Er hält nicht viel von Pülverchen und Pillen –
doch umso mehr von Luft und Sonnenschein,
und kaum umhüllt mich seine Stille
raunt er mir zu „nun atme tief Du ein“.

Ist seine Praxis oft auch überlaufen,
in seiner Obhut läuft man sich gesund,
und „Kreislaufkranke“ die doch heute schnaufen,
sind morgen ohne klinischen Befund.

Er bringt uns immer wieder auf die Beine,
das Seelische ins Gleichgewicht –
verhindert Fettansatz und Gallensteine  –
doch Hausbesuche macht er nicht!


(Gefunden in der Kapelle des Benediktiner Klosters in Bad Wörishofen)

 

 

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