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Gemeinde Hildrizhausen
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Jugendschutz aktuell

Unser Thema heute:

Alcopops

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„Alcopops“ liegen nach wie vor im Trend: Die alkohol- und spirituosenhaltigen Mischgetränke sind bei Jugendlichen „in“ und haben in dieser Gruppe Bier als beliebtestes Getränk schon längst abgelöst.


Was sind Alcopops?
Unter dem Begriff Alcopops werden bestimmte Arten von Mischgetränken zusammengefasst, die aus Alkohol und Limonaden bestehen, zum Beispiel Rum mit Limone. Der Alkoholgehalt von spirituosenhältigen Alcopops beträgt im Durchschnitt zwischen 5,0% und 6,0% Vol. - also etwas mehr als in den meisten Biersorten enthalten ist. Natürlich hört sich das Ganze harmlos an: "Nur 5 - 6 Prozent Alkoholgehalt", "Ist doch auch nicht schlimmer als Bier" sind nur zwei Aussagen, mit denen das Szenegetränk von Jugendlichen verharmlost wird. Stimmt das tatsächlich?


Was macht Alcopops so attraktiv für Jugendliche?
Der Geschmack:

  • süß, fruchtig, erfrischend (kohlensäurehaltig)
  • kein eventuell als unangenehm empfundener z.B. bitterer Alkoholgeschmack
  • trinkt sich wie Limonade

Die Wirkung:

  •  je nach Mischung unterschiedlich
  •  besonders „wirkungsvoll“ sind spirituosenhaltige Alcopops, sie enthalten fast einen doppelten „Klaren“ (z.B. „Bacardi Breezer“: 36,3 ml Bacardi / ein doppelter Bacardi: 40 ml)

Der Preis:

  • trotz Sondersteuer relativ preisgünstig, da sich viele Jugendliche ihre Alcopops mittlerweile selbst mischen. Eine Flasche Wodka (im Angebot 6,- Euro) und zwei, drei Flaschen Limonade oder Saft reichen für rund 18 Alcopopmischungen mit jeweils 4 cl Schnaps aus. Das sind im günstigsten Fall 60 Cent für zwei doppelte Schnäpse!
  • Außerdem erspart man sich durch eigenes Mischen das teure Pfand.

Das Image:

  • peppige, ansprechende Etiketten und Flaschen
  • Abgrenzung zu Eltern/Erwachsenen 
  • Alcopops sind „in“!

 

Was macht Alcopops so problematisch?

  • Mädchen, die z.B. aus Geschmacksgründen kein Bier trinken, holen – dank Alcopops – beim Alkoholkonsum auf
  • 1 Flasche/Mischung kann bis zu 200 Kalorien haben – also fast eine ganze Portion Pommes,
    die Mischung aus Alkohol und Koffein kann zu Herz-Kreislaufproblemen führen.
  • bereits ein Viertel der Zwölf- bis 15-Jährigen geben an, ein- oder mehrmals im Monat Alcopops getrunken zu haben
  • Kohlensäure und hoher Zuckergehalt verstärken die berauschende Wirkung
  • es kommt zu einer (frühen) Gewöhnung an Spirituosen/die Hemmschwelle sinkt
  • Erwachsene halten Alcopops weitgehend für unbedenklich und tolerieren den Konsum
  • entsprechender Paragraph des Jugendschutzgesetzes ist unbekannt oder wird ignoriert

 

Was sagt das Jugendschutzgesetz (JuSchG) zu Alcopops?

  • die Altersbegrenzung orientiert sich nicht am Alkoholgehalt in Vol.%, sondern an der Art des enthaltenen Alkohols!
  • „Branntweinhaltige Getränke oder Lebensmittel, die Branntwein in nicht nur geringfügiger Menge enthalten" dürfen an Kinder/Jugendliche unter 18 Jahren nicht abgegeben noch darf der Konsum gestattet werden. Dazu gehören eindeutig auch Alcopops mit so genannten „harten“ Alkoholika. „Geringfügige Menge“ meint nur, wenn Branntwein z.B. bei der Herstellung von Saucen u.ä. als Geschmackszusatz verwendet wird.


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