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Jugendschutz aktuell

Unser Thema heute:

Cannabis - weiche Droge, harte Folgen

 

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Cannabis ist eine Gattung der Hanfgewächse mit psychoaktiven Wirkstoffen, die in Form von Haschisch (Dope, Shit) oder Marihuana (Gras) als Rauschmittel konsumiert werden.
Cannabisprodukte gehören nach dem deutschen Betäubungsmittelgesetz zu den illegalen Suchtmitteln, deren Besitz und Anbau und Handel verboten sind und strafrechtlich verfolgt werden!

Wirkstoff , Wirkungsweise und deren Gefahren
Hauptwirkstoff der Cannabispflanze ist das Tetrahydrocannabinol (THC), dessen Gehalt je nach Pflanzensorte stark schwankt. Der Wirkstoffgehalt kann zwischen 1,5 % und 20 % schwanken.
Hier liegt auch eine der Gefahren im Konsum. Der „Irrglaube“, Cannabis könne nicht zur Abhängigkeit führen, wird einerseits durch die deutliche Steigerung der Konzentration in den letzten 30 Jahren und andererseits durch neuere wissenschaftliche Erkenntnisse wiederlegt.
Der Cannabisrausch tritt meist relativ schnell ein und besteht vor allem aus psychischen Wirkungen (Realitätsverlust, erhöhter Kommunikationsbedarf, unerklärliche Heiterkeit), die erheblich von den jeweiligen Grundstimmungen des Konsumenten beeinflusst werden.
Die Wirkung ist u.a. abhängig von der Art (z. B. Wasserpfeife, genannt Bong, verstärkt) und Häufigkeit des Konsums. Auch Alter und Entwicklungsstand spielen eine Rolle, da bei regelmäßigem Konsum der Umgang mit Stress, erhöhten Anforderungen und Problemen nicht geübt, sondern ausgeblendet wird. Dies hat eine Entwicklungsverzögerung zur Folge, so dass besonders in Krisen und Entwicklungsstufen (z. B.- Pubertät) der Konsum schwer wiegt. Besonders aber bei Jugendlichen ist der vom Körper geforderte erhöhte Konsum auch mitverantwortlich für daraus resultierenden Beschaffungskriminalität.
Außerdem ist zu beachten, dass 5-10 % der starken Konsumenten auch zu „harten“ Drogen umsteigen. Hier beginnt ein Kreislauf zwischen Überforderung, starkem Verlangen und Beschaffungskriminalität, der nur noch mit professioneller Hilfe zu durchbrechen ist.
Eine besondere Gefahr geht aus vom „Mischkonsum“(Gleichzeitiger Konsum von Cannabis und Drogen, Tabletten, Alkohol oder neuen Designer/Aufputschmittel), da sich hier ähnliche Wirkungsweisen gegenseitig potenzieren und lebensbedrohliche körperliche Zustände hervorrufen können, sowie die aktive Teilnahme am Straßenverkehr ausschließen.

Die Frage der Abhängigkeit
Regelmäßiger starker Konsum kann psychische Abhängigkeit erzeugen, die durch mehrere Entzugserscheinungen deutlich wird. So können beispielsweise Abstinenzsymptome in Gestalt von innerer Leere, Freudlosigkeit, Antriebsmangel, Konzentrationsstörungen und Unruhe auftreten. Vegetative Symptome wie Schlafstörungen und Appetitlosigkeit sind ebenfalls möglich.

Tipps für Eltern
Grundsätzlich ist, wie bei anderen Erziehungsfragen auch, die gute und vertrauensvolle Beziehung zum Kind von entscheidender Bedeutung und die Basis aller weiteren Gespräche bzw. Vorgehensweisen.
Sicherlich sind die am wenigsten erfolgsversprechenden Handlungsweisen Panik oder heimliche Kontrollen. Denn hier besteht besonders die Gefahr der Überbewertung bzw. des Vertrauensverlustes.
Viel wichtiger und effektiver ist die Konfrontation mit dem Verdacht bzw. den Auffälligkeiten und die offene Darstellung der eigenen Ängste und Sorgen.
„Im Gespräch bleiben“ gilt als wichtigstes pädagogisches Mittel. Nur so ist eine oftmals notwendige Aufklärung und die Ergründung der Ursachen für den Konsum möglich.
Natürlich ist das Aufzeigen von Grenzen legitim und im Einzelfall sogar erforderlich. Verbote allein sind, wie schon im Vorfeld erwähnt, als alleinige Maßnahme eher kontraproduktiv und führen gegebenenfalls genau zum Gegenteil, da sich das Kind unverstanden fühlt und in den Konsum „flüchtet“.
Legitim und bei Bedarf sehr sinnvoll ist der Besuch einer Beratungsstelle. Wenn nötig auch zuerst ohne den Konsumenten.

Wichtige Adressen:
Jugend u. Drogenberatungsstelle Herrenberg, Tel.: 07032/929610
Familienberatung und Suchtzentrum Sindelfingen, Tel.07031/410300


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