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Jugendschutz aktuell

Unser Thema heute:

Computerspiele

 

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Seit den traurigen Ereignissen vom 26. April 2002 sind Computerspiele mit gewalttätigem Inhalt als Ursache für aggressives Verhalten in das Blickfeld von Öffentlichkeit und Politik geraten. An diesem Tag lief am Erfurter Gutenberg-Gymnasium der Schüler Robert Steinhäuser Amok. Er erschoss 16 Menschen und danach sich selbst. Als Ursache für diese Tat wird u.a. der intensive Umgang mit gewalttätigen Computerspielen vermutet. Als Konsequenz daraus hatte die Bundesregierung im Mai 2002 schärfere Jugendschutzbestimmungen für neue Medien beschlossen. Seit April 2003 ist ein neues Jugendschutzgesetz in Kraft. Aber machen Computerspiele wirklich gewalttätig?

Etwa sechs bis neun Prozent der Menschen, die regelmäßig Computerspiele spielen, gelten heute als süchtig. Eine nachvollziehbare Entwicklung: In der Spielergemeinschaft werden soziale Kontakte aufgebaut, es entstehen Verpflichtungen in einer Welt, die für den Süchtigen immer mehr zur wirklichen Welt wird. Außerdem erlebt der Spieler in der virtuellen Welt wesentlich öfter Erfolge als in der realen – das baut auf und gibt Selbstvertrauen. Aber das birgt auch jede Menge Gefahren.
Süchtige schotten sich ab, verlieren den Kontakt zur Außenwelt, schlafen zu wenig, viele magern ab. Hinweise auf eine mögliche Sucht gibt es viele: Wie reagiert der Betroffene auf Computerspielverbote oder auf den Vorschlag, doch mal was anderes zu machen? Wird er aggressiv und kann er nicht loslassen vom Computer? All das können Hinweise darauf sein, dass er bereits mehr in der virtuellen als in der wirklichen Welt lebt. Plötzlich schlechte Noten oder viele Fehlzeiten in der Schule oder im Ausbildungsbetrieb – auch das kann die Folge einer möglichen Sucht sein. Machen Computerspiele süchtig?

Computerspiele können, unter gewissen Voraussetzungen, gewalttätig oder süchtig machen. Aber trotz aller Schwarzmalerei: Computerspiele machen auch Spaß und können manchmal sogar nützlich sein. Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen die belegen, dass regelmäßige Spieler sich besser konzentrieren können und ein höheres Maß an Koordination erreichen, als Nichtspieler. Zudem gibt es auch pädagogisch wertvolle Spiele.

Tipps für Eltern:

  • Achten Sie darauf, dass die von Kindern verwendete Spielsoftware eine entsprechende Alterskennzeichnung der Unterhaltungssoftware-Selbstkontrolle USK hat. In der Vorschul- und Grundschulzeit von Kindern benutzte Spiele und Lernspiele sollten zudem eine Empfehlung haben, in der die pädagogische Eignung für das Alter des Kindes festgestellt wird.
  • Befassen Sie sich selbst mit den Computerspielen, die Ihr Kind spielt, um Ihre Kinder zur Auseinandersetzung damit anregen zu können. Vielleicht spielen Sie selbst einmal eine halbe Stunde das Lieblingsspiel Ihres Kindes.
  • Vereinbaren Sie Mediennutzungszeiten mit Ihren Kindern. Diese sollten zwar klar und verbindlich, aber vor allem in der häuslichen Situation nicht so starr sein, dass eine Reaktion auf besondere Situationen nicht mehr möglich ist. Bei der Entscheidung, wie viel Zeit am Computer für Kinder sinnvoll ist, ist auch zu berücksichtigen, wie viel Zeit sie mit anderen Medien (z.B. Fernsehen) verbringen.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind seine Freizeit in der realen Welt, mit realen Freunden verbringt. Bewegung und frische Luft sind für die Entwicklung Ihres Kindes ebenso wichtig wie musische und kreative Betätigung oder gemeinsames Spielen mit Gleichaltrigen.



Ausführliche Tipps und Infos für Eltern gibt es im Internet unter www.bundespruefstelle.de


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