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Gemeinde Hildrizhausen
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Fon: 07034 / 9387-0
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Jugendschutz aktuell

Unser Thema heute:

Cyber Mobbing

 

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In Deutschland können wir bislang auf nur geringe Erfahrungen mit den Auswirkungen von Cyber – Mobbing zurückgreifen. Allerdings wird das Leben unserer Kinder und auch das der Erwachsenen zunehmend stärker auch „interaktiv“ beeinflusst. So kommt der medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) im Jahr 2008 im Rahmen einer Jugendbefragung zum Ergebnis, dass ¼ der Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren bereits in einem sozialen Netzwerk von Mobbing betroffen waren. Unter Cyber-Mobbing (auch Cyber-Bullying oder E-Mobbing genannt) verstehen wir das absichtliche Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen von Personen im Rahmen der Nutzung von modernen Kommunikationsmitteln. Wenn der Begriff Mobbing verwendet wird, bedeutet das, dass dieses über einen längeren Zeitraum und gezielt an eine bestimmte Person oder Personengruppe gerichtet stattfindet. Cyber-Mobbing findet entweder im Internet z.B. durch E-Mails, Instant Messenger wie beispielsweise ICQ, in sozialen Netzwerken wie z.B. Quick oder Schüler-VZ, durch Videos auf Portalen oder per Handy z.B. durch SMS oder lästige Anrufe statt. Meist handeln die Täter, die auch "Bullies" genannt werden anonym, so dass das Opfer nicht weiß, von wem es gemobbt wird. Der Begriff Cyber-Mobbing unterscheidet sich in einigen Punkten von dem eher bekannten Begriff Mobbing:

 

  • Es greift rund um die Uhr in das Privatleben ein. Es sei denn, man nutzt keine neuen Medien
  • Das Publikum ist überschaubar
  • Inhalte verbreiten sich extrem schnell und werden nachhaltig gespeichert
  • „Cyber Bullies“ können anonym agieren
  • Die Opfer und die Täter können unterschiedlichen Generationen angehören
  • Das Alter und das Aussehen spielen keine Rolle
  • Der Cyber Bully kann sich eine eigene, fremde Identität aufbauen (Scheinwelt)
  • Cyber-Mobbing kann auch aus einer Unwissenheit heraus, unbeabsichtigt stattfinden

 


Vier Schritte zur „Selbstverteidigung“ bei Cyber- Mobbing
Wen Sie oder Ihr Kind betroffen sind, dann sollten Sie sofort reagieren. Die folgenden Schritte sind dabei zu empfehlen:

 

  1. Beweise sichern! Links kopieren, Fotos und Clips lokal speichern, Impressum der Betreiber
    sichern
  2. Recht am eigenen Bild! Das Recht am eigenen Bild liegt bei der abgebildeten Person, Den Betreiber der Seite anschreiben (per Mail oder Brief) und zur Löschung des Eintrags auffordern. Eine Wochenfrist setzen und mit dem Anwalt drohen, ist angeraten.
  3. Sind die Darstellungen ehrverletzend, ist das ein Fall für die Polizei. Das gilt auch dann, wenn der Betreiber einer Seite nicht auf die Aufforderung zum Löschen eingeht. Die Polizei kann im Fall einer Anzeige die Daten beim Provider prüfen und den Urheber der Attacke ermitteln.
  4. Wenn man weiß oder ahnt, wer Fotos oder Clips ins Netz gestellt hat, sollte man zunächst nach außen nicht erkennbar agieren, damit die vorhandenen Spuren nicht verwischt werden oder aber die Attacken weiter eskalieren. Versuchen Sie in keinem Fall mit den Bullies zu sprechen, geben Sie sich vordergründig ahnungslos. Handeln Sie überlegt und sichern Sie alle notwendigen Beweise.

Wie auch bei anderen Formen der Nutzung von modernen Medien können Sie sich und Ihre Kinderdadurch schützen, dass Sie sich regelmäßig darüber informieren, in welchen Netzwerken sich Ihre Kinder austauschen und welche Informationen im Netz gehandelt werden.
Reden Sie mit Ihrem Kind offen über Gefahren und über Ihre Bedenken.

 


jugendschutz aktuell ist eine gemeinsame Informationsreihe der Waldhaus-Jugendreferate der Schönbuchgemeinden. Für Anregungen und Themenvorschläge wenden Sie sich bitte an das Jugendreferat in Ihrer Gemeinde.

 


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