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Fon: 07034 / 9387-0
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Jugendschutz aktuell

Unser Thema heute:

Essstörungen

 

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Die Aufnahme von Nahrung ist ein elementares menschliches Bedürfnis, das neben Sättigung auch Zuwendung, Geborgenheit, Gemeinschaft und Sicherheit vermittelt.
Essen kann als Trost, Belohnung oder Strafe eingesetzt werden und nicht selten werden mittels Essen Machtkämpfe ausgetragen. Essen wird von vielen Menschen als Ersatz für unbefriedigte Bedürfnisse, als Ausweichen vor Frust, Langeweile oder Stress benutzt. Essstörungen sind schwere psychosomatische Erkrankungen. Man unterscheidet Anorexie (Magersucht), Bulimie (Fress-„Kotz“-Sucht) und „Binge-Eating-Disorder“ (Fressattacken).
Schon früh (ab 9 Jahre) können sich Vorboten der Essstörungen entwickeln. Falsche Körperbilder sind Auslöser für verschiedene Formen von Manipulationen wie Diäten, exzessiven Sport oder die Einnahmen von Entwässerungsmitteln, Appetitzüglern und Abführmittel. Verstärkt durch falsche Vorbilder von Modells und Stars wird den Kindern „vorgegaukelt“, dass diese extremen Körperideale die Maßstäbe sind.
Betroffen sind vor allem Mädchen im Jugendalter, jedoch ist ein steigender Anteil von Jungen zu erkennen. Also auf gar keinen Fall eine reine „Mädchen-Sache“!

Tipps für die Eltern:

Das Thema „Essstörungen“ ist mit starkem Schamgefühl besetzt und sollte in keiner Form unter Druck mit den Jugendlichen besprochen werden.

Pubertät und Adoleszenz, Mädchen- und Junge-Sein sind zwar nicht immer einfach, aber deshalb nicht immer schon unbedingt problematisch!

Wenn wir Mädchen und Jungen in Bezug auf Körper- und Geschlechterbilder, Selbstwert und Essverhalten erreichen wollen, dürfen wir sie nicht pauschal zum Problem machen, indem wir vor allem die Risikofaktoren hervorheben. Es gilt vielmehr, ihre bereits vorhandenen Kompetenzen und Bewältigungsstrategien zu erkennen, die Jugendlichen in ihren Sichtweisen und Problemen ernst zu nehmen und die Thematik unter einem „positiven Stern“ gemeinsam mit den Jugendlichen zu besprechen. Am Besten sollte die Thematik ein begleitender und kontinuierlicher Prozess sein, der natürlich gegenseitiges Vertrauen und Respekt voraussetzt (gute Beziehung zum Kind).

Sind Sie sich unsicher, ob Ihr Kind betroffen ist? Suchen Sie Hilfe?
Natürlich können Sie sich an alle Beratungsstellen im Kreis wenden.

Erst einmal aber ist es wichtig Mädchen und Jungen zu stärken und ihnen ein Gefühl für ihre eigenen Fähigkeiten und Talente zu geben. Ebenso wichtig ist es, ihnen ein positives Gefühl für ihren Körper zu vermitteln. Zudem sollen Mädchen und Jungs lernen, das jeweils herrschende Schönheitsideal, vor allem die oftmals überzogenen und einseitigen Infos aus den Medien, kritisch zu hinterfragen!

Hier ein paar nützliche Adressen im Internet:
www.aid.de (Gemüse u. Obst „nimm 5“...)
www.bzga-essstoerungen.de (Aufklärung durch BZgA)
www.essprobleme.de (Chat Erfahrungen anderer Betroffener...)
www.essstoerungen.net (Verzeichnisse von Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen, Telefon und Online-Beratung......)
 


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