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Gemeinde Hildrizhausen
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Jugendschutz aktuell

Unser Thema heute:

Zivilcourage bei "Koma-Saufen"

- vom Wettbewerb in die Abhängigkeit

 

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Wirkung und aktuelle Statistik
Allgemein bekannt und anerkannt ist die entspannende und betäubende Wirkung des Alkohols. Nach einer ersten Phase der gesteigerten Leistungsbereitschaft tritt, je nach Volumen der konsumierten Alkoholmenge, eine mehr oder weniger intensive Phase der Bewusstseinstrübung und Desensibilisierung ein.
Der durchschnittliche deutsche Bundesbürger konsumiert im Jahr 10 Liter reinen Alkohol und liegt damit 2 Liter über dem europäischen Durchschnitt. Ursächlich ist hier die gesellschaftlich verankerte hohe Toleranz in der Bevölkerung und die relativ hohe bzw. leichte und billige Verfügbarkeit.

Das Phänomen und seine Ursachen
Unter einigen Jugendlichen ist das gemeinsame „Trinken bis zum Umfallen“ eine regelmäßige Verhaltensweise geworden. Das Phänomen „Komasaufen“ ist oftmals ein unbewusstes Mittel, jugendtypische Wettbewerbe auszutragen und wird als Mittel zum Zweck der Entspannung missbraucht oder dient als Ausgleich gegen Langeweile.
Förderlich für diese jugendgefährdenden Verhaltensweisen ist hierbei wieder die relativ leichte Verfügbarkeit von Alkohol.

Die Gefahr
An erster Stelle der Gefahren steht sicherlich die Unterschätzung der Wirkung des übertriebenen Alkoholkonsums und die Gewöhnung an den „harten“ Alkohol.
Missbräuchlicher Konsum von Alkohol hat nicht nur eine sofortige körperliche Schädigung zur Folge, sondern birgt bei regelmäßigem überhöhtem Konsum auch ein großes Gefährdungspotential an Abhängigkeit.
So versuchen gerade die Jugendlichen, die schon subjektiv positive Entspannungseffekte und das vermeintlich seelische Gleichgewicht erreichten, den Alkohol zu benutzen, um den alltäglichen Stress zu vermindern.
Hieraus entwickelt sich gerade in der Phase des Jugendalters, in der besonders Auseinander-setzung mit sich und seiner Umwelt gefordert ist, sehr schnell eine Suchtkarriere. Aber auch wenn sich keine Suchtkarriere einstellt, so kann die Gewöhnung an missbräuchlichen Alkoholkonsum als vermeintliche Entspannung, Freizeitbeschäftigung oder Lösungsstrategie ein Verhaltensmuster in den Jugendlichen prägen, das keine Lösungen, sondern nur Verdrängung oder Ablenkung bietet.

Tipps an die Eltern: Prävention – „Zivilcourage“
Hinschauen, Verfügbarkeit erschweren und vertrauensvolle Beziehungen:
Auch hier gilt, wie beim Konsum anderer Drogen, dass eine vertrauensvolle Basis zum Konsumenten für die Eltern von Vorteil ist.
Ebenso ist Zivilcourage in der Bevölkerung gefordert, was nicht heißen soll, dass man sich dem Risiko aussetzen muss, den Konsum eingreifend zu unterbinden. Jedoch sind Hinweise an Verkaufsstellen, Benachrichtigung der Polizei oder Kontaktaufnahme mit dem Gemeindejugendreferat allemal legitime Vorgehensweisen.
Erwachsene, Vereine, Organisationen und Eltern sind hier wiederum in der Pflicht als Vorbild zu fungieren, ebenso wie Aufklärung zu betreiben. Es gilt, auf die Gefahren aufmerksam zu machen, Alternativen aufzuzeigen und den Konsumenten zu verdeutlichen, dass „Nein-Sagen“ viel „cooler“ ist, als sich sinnlos zu betrinken!


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