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Bericht über die Gemeinderatssitzung am 17. April 2018


Fragestunde

Im Rahmen der Fragestunde wurden aus der Mitte der Zuhörerschaft Fragen im Zusammenhang mit dem auf der Tagesordnung stehenden Bauvorhaben in der Herrenberger Straße 20 gestellt, die von Bürgermeister Schöck beantwortet wurden.


Vergabe der Erstellung eines Strukturgutachtens für die Wasserversorgung

Der Vorsitzende erinnerte zunächst daran, dass es im Sommer 2017 bei der Eigenwasserversorgung der Gemeinde durch hohe Wasserverbräuche und durch den gleichzeitigen Niedrigstand der Pegelstände aller Trinkwasserbrunnen zu einem Engpass kam. Der hohe Wasserverbrauch war vor allem auf witterungsbedingt höhere Entnahmemengen (Freibad, Beregnung Sportanlagen usw.) sowie auf Wasserrohrbrüche im Leitungsnetz zurückzuführen. Die niedrigen Pegelstände der Brunnen waren kein einzelner Sonderfall, da es sich hierbei um ein landesweites Problem aller Trinkwasserversorger handelte. Durch wochenlange Trockenphasen sowie schneearme Winter mit fehlender Schneeschmelze kam es bereits im Frühsommer zu sehr niedrigen Pegelständen.

Zudem muss mittelfristig durch die mögliche Erschließung des Neubaugebiets „Rosneäcker“ sowie die beabsichtigte Erweiterung des Gewerbegebiets mit einem Anstieg des Trinkwasserverbrauchs gerechnet werden.

Daher wurde das Büro dreher + stetter Ingenieurgesellschaft mbH aus Empfingen, das unsere Eigenwasserversorgung schon seit gut 15 Jahren als Dienstleister im Bereich der Betriebsbetreuung kennt, im Herbst 2017 in Absprache mit dem Wasserwirtschaftsamt beim Landratsamt Böblingen zur Abgabe eines Angebots zur Erstellung eines Strukturgutachtens für die Wasserversorgung aufgefordert. Dieses Angebot lag der Vorlage als Anlage bei.

Vor der Auftragsvergabe musste jedoch zunächst die Bewilligung eines daraufhin Ende November 2017 beim Land gestellten Zuschussantrages abgewartet werden. Mit Bescheid vom 06. März 2018 hat das Regierungspräsidium Stuttgart mittlerweile erfreulicherweise eine Beteiligung in Höhe von 50 % (= 14.500,00 €) an den Kosten des Strukturgutachtens zugesagt.

Im Rahmen des Gutachtens sollen vier denkbare Vorgehensweisen untersucht werden:
  1. Erschließung eines zusätzlichen Trinkwasserbrunnens
  2. Ausbau der bestehenden Brunnen HQ II und Sportplatzbrunnen
  3. Anbindung an das Versorgungsnetz der Bodensee-Wasserversorgung bzw. der Ammertal Schönbuchgruppe
  4. Nutzung des Mineralbrunnens HQ III zur Trinkwasserversorgung
Hierfür wäre es hilfreich, wenn so früh wie möglich Erkenntnisse über die tatsächliche Erschließungsmöglichkeit eines neuen Trinkwasserbrunnens vorliegen würden. Daher wurde am 21. November 2017 der Auftrag für zwei so genannte Aufschlussbohrungen an die Firma Goller Bohrtechnik GmbH & Co. KG, Kirchentellinsfurt, sowie die damit verbundene Betreuung und Auswertung an das Büro für Hydrogeologie und Brunnenbau Welder, Tübingen, vergeben. Vorab musste in diesem Zusammenhang wiederum zunächst eine hydrogeologische Stellungnahme des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau beim Regierungspräsidium Freiburg eingeholt werden, welche daher im Dezember 2017 erbeten wurde und seit wenigen Tagen mit einer positiven Haltung in Bezug auf die beiden vorgesehenen Standorte im Gewann „Oberes Erlach“ und im Gemeindewald im Bereich „Hahnenbühl“ vorliegt. Nach der nunmehr noch vorgesehenen Abstimmung hierzu mit dem Wasserwirtschaftsamt beim Landratsamt Böblingen können diese Aufschlussbohrungen daher voraussichtlich ab Juni durchgeführt werden und deren Ergebnisse in das Strukturgutachten einfließen.

Die Witterung der letzten Monate hat erfreulicherweise zu deutlichen Verbesserungen bei den Pegelständen der Trinkwasserbrunnen geführt. Sowohl ausgiebige Regenperioden als auch Schneefälle auf nicht gefrorenen Böden haben auch in den tieferen Horizonten zu einem spürbaren Anstieg der Trinkwasserbestände geführt. Somit dürften Engpässe wie im vergangenen Jahr eher nicht zu erwarten sein.

Dennoch ist es notwendig, die Wasserversorgung in Hildrizhausen mittel- und langfristig auf sichere Beine zu stellen (insbesondere in Bezug auf die Versorgungssicherheit). Eine wesentliche Grundlage für die hierzu anstehenden Entscheidungen bildet das zu erstellende Strukturgutachten.

Ohne weitere Aussprache wurde daraufhin einstimmig beschlossen:

Der Auftrag zur Erstellung eines Strukturgutachtens für die Wasserversorgung der Gemeinde Hildrizhausen wird an das Büro dreher + stetter Ingenieurgesellschaft mbH, Empfingen, zum Angebotspreis in Höhe von 28.950,00 € (netto) vergeben.


Bausache:
Bauvoranfrage zum Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses mit fünf Carports und vier Stellplätzen, Herrenberger Straße 20


Das gemeindliche Einvernehmen in Bezug auf die Überschreitung des Baufensters und die abweichende Firstrichtung im Zusammenhang mit der Bauvoranfrage zu diesem Vorhaben gemäß § 36 BauGB in Verbindung mit § 31 BauGB wurde mehrheitlich bei einer Gegenstimme erteilt.


Verschiedenes – Bekanntgaben – Anfragen

Bürgermeister Schöck gab bekannt, dass in der nichtöffentlichen Sitzung am 20. März 2018 keine Beschlüsse gefasst wurden.