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Bericht über die Gemeinderatssitzung vom 26. Juni 2012


900-jähriges Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung der Gemeinde Hildrizhausen

Bürgermeister Schöck freute sich zunächst, im Zuhörerraum auch Mitglieder des Interessenkreises Ortsgeschichte begrüßen zu können.

Er führte aus, dass sich der Interessenkreis Ortsgeschichte nach seiner Reaktivierung in den vergangenen Jahren unter anderem auch sehr intensiv mit der Thematik „erste urkundliche Erwähnung der Gemeinde Hildrizhausen“ beschäftigt hat. Bisher galt bekanntlich die Zerstörung der „Burg“ in Hildrizhausen im Jahr 1165 als das Ereignis, in dessen Zusammenhang die Gemeinde Hildrizhausen erstmals urkundlich erwähnt wurde.

Engagierte Mitglieder des Interessenkreises Ortsgeschichte haben darüber hinaus jedoch noch weitere Nennungen bzw. Jahreszahlen ausfindig gemacht, die insbesondere im Jahrhundert davor liegen und hierfür grundsätzlich auch in Frage kommen.

Auf Nachfrage beim Hauptstaatsarchiv des Landes Baden-Württemberg wurde zwischenzeitlich festgestellt, dass die Gemeinde wohl tatsächlich etwa 50 Jahre „älter“ ist. Der genaue Zeitpunkt der ersten urkundlichen Erwähnung Hildrizhausens kann allerdings nicht festgestellt werden, man kann jedoch von einem Zeitraum zwischen dem Jahr 1105 und dem Jahr 1125 ausgehen. Dies ist einerseits zwar ein Stück weit unbefriedigend, sollte andererseits jedoch auch akzeptiert werden, da in vielen anderen Fällen im Zusammenhang mit der ersten urkundlichen Erwähnung einer Gemeinde ebenso ein solches Zeitfenster in Betracht kommt und eine genaue Festlegung nicht möglich ist.

Basierend auf diesen Erkenntnissen wurde von Herrn Pfarrer Roß, der ebenfalls Mitglied im Interessenkreis Ortsgeschichte ist, der Vorschlag gemacht, die erste urkundliche Erwähnung auf das Jahr 1115 „festzulegen“. 2015 würde demnach das 900-jährige „Bestehen“ der Gemeinde und 2065 das 950-jährige Jubiläum des „Bestehens“ sowie zeitgleich das 900-jährige Jubiläum der Burgzerstörung gefeiert werden können.

Aus der Sicht der Verwaltung erscheint dieser Ansatz sehr sinnvoll, weshalb dies auch so vorgeschlagen wurde.

Es erscheint zweckmäßig, dass dieses Jubiläum grundsätzlich konzentriert an einem Wochenende im Sommer 2015 gefeiert wird. Damit vor diesem Hintergrund der Rahmen der Feierlichkeiten einerseits überschaubar bleibt und das Jubiläum andererseits dennoch während des Jahres immer wieder aufgegriffen wird, sind darüber hinaus ein Einbeziehen des Jubiläums in den jährlichen Neujahrsempfang sowie ein weiterer Festvortrag denkbar. Die Auflage einer Chronik oder dergleichen erscheint hingegen nicht unbedingt notwendig.

Entscheidend wird aus der Sicht der Verwaltung letztendlich sein, in welcher Form die örtlichen Vereine, Kirchen und Organisationen bereit sind, sich einzubringen und mitzuplanen. Davon sollte letztendlich auch der endgültige Festkalender abhängig gemacht werden. Deshalb ist vorgesehen, spätestens im September 2012 erste Gespräche hierzu mit Vereinen, Kirchen und Organisationen zu führen. An der regulären Besprechung der Vereinsvorstände sowie Vertreter der Kirchen und Organisationen Ende November / Anfang Dezember 2012 soll bereits ein erster Rücklauf mit Ideen und Überlegungen zu den Jubiläumsfeierlichkeiten aus diesen Gruppierungen abgefragt werden, um auf dieser Basis einen groben Festkalender für das Jahr 2015 aufstellen und einen ersten Kostenrahmen ermitteln zu können. Parallel hierzu soll auch für Einzelpersonen die Möglichkeit bestehen, ihre Ideen einzubringen. Zeitlich stünden dann für die Feinplanungen und die notwendige Finanzierung noch zwei weitere Jahre zur Verfügung.

Erst danach sollte auch entschieden werden, ob es sinnvoll ist, die Vorbereitungen und Durchführung der Feierlichkeiten durch ein extra hierfür eingerichtetes Gremium, das aus Vertretern des Gemeinderates, der Gemeindeverwaltung sowie der Vereine, Kirchen und Organisationen besteht, begleiten zu lassen.

Aus der Mitte des Gemeinderates wurde angeregt, in diesem Zusammenhang zumindest anzustreben, einzelne Begebenheiten aus der Geschichte Hildrizhausens, die unter anderem auch vom Interessenkreis Ortsgeschichte zusammengetragen wurden, in einer Art Broschüre zusammen zu fassen. Im Anschluss daran wurde einstimmig beschlossen:

  1. Das 900-jährige Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung der Gemeinde Hildrizhausen soll im Jahr 2015 wie in der Begründung dargelegt gefeiert werden.
     
  2. Die Verwaltung wird beauftragt, in den kommenden Monaten in Absprache mit den örtlichen Vereinen, Kirchen und Organisationen einen konkreten Vorschlag zur Durchführung der Feierlichkeiten zu erarbeiten und diesen dem Gemeinderat inklusive eines Kostenrahmens zur Beschlussfassung vorzulegen.
     
  3. Im Zuge der weiteren Planungen wird im Anschluss daran bei Bedarf ein Gremium eingerichtet, das aus Vertretern des Gemeinderates, der Gemeindeverwaltung sowie der Vereine, Kirchen und Organisationen besteht und das die Vorbereitung sowie Durchführung der Feierlichkeiten begleiten soll.

Der Vorsitzende dankte abschließend den Mitgliedern des Interessenkreises Ortsgeschichte für ihr seitheriges Engagement, verbunden mit der Hoffnung, dass dieses auch zukünftig erhalten bleiben wird.


Sanierung eines Teilstücks des Abwasserkanals in der Schelmenäckerstraße

Bürgermeister Schöck wies zunächst darauf hin, dass der Gemeinde Hildrizhausen durch eine fehlerhafte Geothermiebohrung auf dem privaten Wohngrundstück in der Schelmenäckerstraße 18 ein Schaden am Abwasserkanal entstanden ist. Über den dabei versehentlich angebohrten Hausabwasseranschluss gelangte ein betonartiges Füllmaterial leider auch in den Abwasserkanal in der Schelmenäckerstraße. Auf einer Länge von fast 20 m hat sich dadurch der Kanaldurchschnitt drastisch reduziert.

Direkt nachdem die Gemeinde von diesem Schaden Kenntnis erlangt hatte wurden zunächst die betroffenen Kanalbereiche gespült und gereinigt. Anschließend wurde versucht, die betonartige Substanz mit Fräsen zu entfernen. Dabei hat sich gezeigt, dass der Kostenaufwand für die Fräsarbeiten höher liegen würde als eine Sanierung in offener Bauweise.

Die Versicherung der betreffenden Bohrfirma hat zwischenzeitlich mitgeteilt, dass sie die Kosten für die Kanalsanierung der beschädigten Teilstrecke (ca. 20 m) übernehmen würde. Die Gesamtlänge des Kanals zwischen den Schächten Nr. 4 und 5 beträgt allerdings knapp 40 m, so dass sich die Frage stellt, ob man den Kanal auf der gesamten Haltungslänge austauscht. Aus der Sicht der Verwaltung sollte die ganze Haltung ausgetauscht werden, da der Kanal aus dem Jahr 1960 stammt und zudem in diesem Bereich mehrere Schäden aufweist.

Nachdem die Sanierung nur ein vergleichsweise kleines Volumen hat, macht die Durchführung eines Ausschreibungsverfahrens hierfür eher wenig Sinn. Herr Wörn vom Ingenieurbüro IBB Wörn, Ehningen, hat daher bei mehreren Tiefbaufirmen nachgefragt, ob sie die Maßnahme in den nächsten Wochen durchführen könnten. Dabei hat die Firma Wiesmüller, Böblingen, mitgeteilt, dass sie ab Juli die Sanierung bewerkstelligen könnte. Als Grundlage sollen dabei die vor wenigen Wochen im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens der Stadt Böblingen festgelegten Einheitspreise dienen. Bei diesem Verfahren hat die Firma Wiesmüller den Zuschlag bekommen.

Auf dieser Basis wurde eine neue Kostenberechnung erstellt. Die dabei ermittelte Gesamtsumme in Höhe von 37.231,53 € (brutto) würde in Bezug auf die Kostentragung etwa je zur Hälfte zwischen der Versicherung der Bohrfirma und der Gemeinde aufgeteilt. Hinzu kommen noch die Kosten für Planung und Bauleitung durch das Ingenieurbüro IBB Wörn, Ehningen, nach tatsächlichem Zeitaufwand in Höhe von ca. 3.000,00 €. Der Kostenanteil der Gemeinde wurde damit bei rund 20.000,00 € liegen. Zumindest ein Teil dieser Ausgaben müssen somit voraussichtlich im Nachtragshaushaltsplan 2012 nachfinanziert werden. Der genaue Umfang hängt allerdings davon ab, wie hoch der Aufwand für neue Hausanschlüsse im Laufe des Jahres ausfallen wird.

Die Durchführung der Sanierungsmaßnahme soll im Juli / August 2012 erfolgen.

Nach der Beantwortung von Rückfragen zum genauen Umfang der anstehenden Arbeiten wurde einstimmig beschlossen:

  1. In der Schelmenäckerstraße wird der Abwasserkanal zwischen Schacht Nr. 4 und Schacht Nr. 5 komplett ausgetauscht. Rund die Hälfte der dafür anfallenden Kosten wird von der Versicherung einer Bohrfirma übernommen, die bei einer fehlerhaften Geothermiebohrung einen Schaden in diesem Bereich des Abwasserkanals verursacht hat.
     
  2. Der Auftrag wird an die Firma Wiesmüller, Böblingen, zum Angebotspreis in Höhe von 37.231,53 € vergeben.
     
  3. Die Planung und Bauleitung erfolgt durch das Ingenieurbüro IBB Wörn, Ehningen, nach tatsächlichem Zeitaufwand. Die Kosten hierfür werden auf ca. 3.000,00 € geschätzt.


Änderung der Feuerwehrsatzung

Der Vorsitzende legte dar, dass der bisherige Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Hildrizhausen, Herr Stefan Lambert, mitgeteilt hat, dass er im Herbst seinen Wohnsitz ins Ausland verlegen wird und daher sein Amt als Feuerwehrkommandant nicht mehr ausüben kann. Herr Lambert wurde durch die Wahl der aktiven Feuerwehrangehörigen am 19. März 2011 auf fünf Jahre bis 2016 gewählt. Zunächst musste also eine Lösung für diesen Zeitraum gefunden werden.

Nach ersten Sondierungsgesprächen mit eventuellen Nachfolgekandidaten hat es zunächst danach ausgesehen, dass es wohl keine schnelle Nachfolgelösung für das zeitaufwändige und verantwortungsvolle Amt des Feuerwehrkommandanten geben wird. Als Problempunkt haben sich dabei unter anderem auch das anstehende 125-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr und die damit verbundene Ausrichtung des Kreisfeuerwehrtages sowie anderer diesbezüglicher Feierlichkeiten im Jahr 2014 erwiesen.

Daraufhin wurden im Rahmen mehrerer Ausschusssitzungen der Freiwilligen Feuerwehr und in Form von Einzelgesprächen verschiedene denkbare Möglichkeiten erörtert. Im Ergebnis hat sich dabei folgender Lösungsvorschlag, der zusammenhängend zu sehen ist, ergeben:

  1. Der bisherige stellvertretende Feuerwehrkommandant, Herr Frank Holder, ist bereit, sich für das Amt des Feuerwehrkommandanten zur Wahl zu stellen.
     
  2. Der Feuerwehrkommandant soll zukünftig und bis auf weiteres von zwei Stellvertretern unterstützt werden. Als Stellvertreter würden sich Herr Manuel Steil und Herr Martin Stoll zur Wahl stellen.


Nach dem Feuerwehrgesetz für Baden-Württemberg sind mehrere Stellvertreter des Feuerwehrkommandanten zulässig. Allerdings müssen hierzu die Regelungen der örtlichen Feuerwehrsatzung entsprechend angepasst werden, da dort derzeit lediglich ein Stellvertreter des Feuerwehrkommandanten vorgesehen ist. Die hierfür notwendige Satzung zur Änderung der Feuerwehrsatzung war als Anlage beigefügt und wurde in der Sitzung erläutert.

Vorgesehen ist, dass nach einer Veröffentlichung dieser Satzung zur Änderung der Feuerwehrsatzung und deren Inkrafttreten fristgerecht zu einer außerordentlichen Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr am 16. Juli 2012 eingeladen wird, an der insbesondere die dann notwendigen Wahlen durchgeführt werden. Die danach noch erforderliche Zustimmung des Gemeinderates zur Wahl des Feuerwehrkommandanten und seiner beiden Stellvertreter sowie die Bestellung dieser drei Personen durch den Bürgermeister sind bereits in der nächsten Gemeinderatssitzung am 24. Juli 2012 vorgesehen, so das noch vor der Sommerpause ein reibungsloser und harmonischer Übergang erfolgen kann.

Nach einer kurzen Beratung darüber, ob es nicht sinnvoll wäre, in diesem Zug die Anzahl der Stellvertreter des Feuerwehrkommandanten flexibel in der Feuerwehrsatzung zu regeln, was jedoch von der Verwaltung verneint wurde, und der Klarstellung, dass zukünftig die beiden Stellvertreter gleichberechtigt sind und den Kommandanten je einzeln vertreten, wurde einstimmig beschlossen:

  1. Bis auf weiteres soll der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Hildrizhausen von zwei Stellvertretern unterstützt werden.
     
  2. Die als Anlage beiliegende Satzung zur Änderung der Feuerwehrsatzung wird beschlossen.
     
  3. Die Satzung zur Änderung der Feuerwehrsatzung wird an anderer Stelle in diesem Nachrichtenblatt veröffentlicht.



Änderung der Satzung über die Entschädigung der ehrenamtlich tätigen Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr (Feuerwehr-Entschädigungssatzung)

Bürgermeister Schöck erläuterte, dass nach dem Beschluss im vorherigen Tagesordnungspunkt nun formal auch die Satzung über die Entschädigung der ehrenamtlich tätigen Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr (Feuerwehr-Entschädigungssatzung) auf zwei Stellvertreter angepasst werden muss.

Bisher bekommt der eine stellvertretende Feuerwehrkommandant eine pauschale Aufwandsentschädigung für Übungsleiter in Höhe von 300,00 €/Jahr.

Die Verwaltung schlug in Absprache mit dem Feuerwehrausschuss vor, bei der Einführung eines zweiten Stellvertreters des Feuerwehrkommandanten diese Entschädigung weiterhin bei je 300,00 €/Jahr zu belassen, da die Aufgaben damit zwar auf mehrere Schultern verteilt werden, aber im Zuge des anstehenden Jubiläums auch zusätzliche Aufgaben anstehen. Zudem ist im Feuerwehrwesen ebenso wie in anderen Bereichen eine deutliche Zunahme der administrativen Aufgaben, die von den stellvertretenden Feuerwehrkommandanten abgedeckt werden, zu verzeichnen, so dass die gleich bleibende Entschädigungshöhe gerechtfertigt erscheint.

Die hierfür notwendige Satzung zur Änderung der Satzung über die Entschädigung der ehrenamtlich tätigen Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr (Feuerwehr-Entschädigungssatzung) war als Anlage beigefügt.

Ohne weitere Aussprache wurde einstimmig beschlossen:

  1. Die Entschädigung der beiden Stellvertreter des Feuerwehrkommandanten wird auf je 300,00 €/Jahr festgelegt.
     
  2. Die als Anlage beiliegende Satzung zur Änderung der Satzung über die Entschädigung der ehrenamtlich tätigen Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr (Feuerwehr-Entschädigungssatzung) wird beschlossen.

  
Neuanschaffung von zwei Öfen für das Backhaus

Der Vorsitzende freute sich zunächst, im Zuhörerraum regelmäßige Nutzerinnen des Backhauses begrüßen zu können.

Er erinnerte daran, dass die beiden derzeitigen Holzbacköfen 1995 im Rahmen der Backhaussanierung für rund 24.000,00 € neu eingebaut wurden. Zur Reduzierung der Rauchbelastung für die Nachbarschaft wurde außerdem eine Nachverbrennung mit Gasbrennern im Wert von rund 8.000,00 € installiert. Zwischenzeitlich weisen vor allem die gewölbten Deckensteine der Öfen Mängel auf, die zumindest einen erheblichen Reparaturaufwand erfordern würden.

Im Rahmen einer Umfrage bei anderen Kommunen im Landkreis Böblingen gab es eine Empfehlung aus Waldenbuch, wo sehr gute Erfahrungen mit Öfen der Firma Häussler aus Heiligkreuztal gemacht wurden. Nachdem Herr Karl-Heinz Häussler bei einem Termin im Backhaus bestätigt hat, dass der Einbau eines Holzbackofen-Bausatzes grundsätzlich möglich ist, fand zudem noch eine Werksbesichtigung in Heiligkreuztal statt. Hierzu waren neben Vertretern der Verwaltung auch Mitarbeiter des Bauhofs und vier Nutzer/innen des Backhauses eingeladen.

Nach der Werksbesichtigung und einer Backvorführung waren sich alle Teilnehmer/innen einig, dass es sinnvoll ist, möglichst beide Öfen gleichzeitig zu ersetzen. Der Ein- und Ausbau der beiden Öfen durch freiwillige Helfer/innen sowie Bauhofmitarbeiter scheint durchaus machbar und stellt somit die kostengünstigste Lösung dar.

Die bisherigen Öfen haben eine Backfläche von je 3,00 m². Die aktuell zum Gesamtpreis in Höhe von 11.099,98 € angebotenen Öfen haben eine Backfläche von 2,73 m² und 1,58 m², so dass zukünftig etwas weniger Backfläche zur Verfügung steht, was aber nach Einschätzung der Nutzer/innen kein Problem darstellt. Dafür haben die Öfen der Firma Häussler den Vorteil, dass sie keine Deckenwölbung mehr aufweisen (dadurch herrschen nahezu im gesamten Backraum dieselben Temperaturen) und voraussichtlich bis zu 50 % Brennmaterial eingespart werden kann. Außerdem kann bei den neuen Öfen auf eine massive Sandabdeckung verzichtet werden, so dass im Reparaturfall einzelne Steine mit relativ wenig Aufwand ersetzt werden können. Einer beiliegenden Anlage waren beispielhaft ein derartiger Holzbackofen sowie sein Aufbau zu entnehmen.

Die vorhandene Nachverbrennung des Rauchs vor allem in der ersten Phase des Anheizens soll nach Möglichkeit auch zukünftig erhalten bleiben. Hierzu sind allerdings entsprechende Anbindungen von Rauchrohren an die Brennkammern und die Kamine erforderlich, wofür eventuell noch die Unterstützung einer Fachfirma aus Holzgerlingen erforderlich ist.

Die Gesamtkosten für diese Maßnahme werden auf ca. 16.000,00 € geschätzt. Nachdem schon einige Monate bekannt ist, dass eine Sanierung bzw. ein Austausch der Öfen notwendig sein wird, konnten erfreulicherweise bereits einige Spenden für diesen Zweck verzeichnet werden. Dies zeigt sehr deutlich, dass in der Bevölkerung auch weiterhin die Notwendigkeit des Backhauses gesehen wird und eine gewisse Identifikation mit dieser öffentlichen Einrichtung gegeben ist. Die Finanzierung dieser Maßnahme soll daher im Nachtragshaushaltsplan 2012 erfolgen.

Um die Belastung der Nachbarschaft noch weiter zu reduzieren, sollte zukünftig auf die Verwendung von Reisig bei der Befeuerung verzichtet werden. Durch dessen hohen Rinden- und Moosanteil verstärkt sich derzeit vor allem in der ersten Phase des Anheizens die Rauchbildung. Daher sollte in Zukunft vor allem Restmaterial von Schnittholz aus Sägewerken oder normales Brennholz eingesetzt werden. Als möglicher Lagerplatz für entsprechendes Holzmaterial würde sich aus der Sicht der Verwaltung eine Teilfläche des angrenzenden Notschlachtraums eignen. Außerdem könnte man die Restfläche noch mit Biertischgarnituren ausstatten, um beispielsweise nach Backkursen noch etwas zusammensitzen zu können. Der Notschlachtraum wird seit Jahren nur noch gelegentlich genutzt und die vorhandene Einrichtung entspricht sicherlich auch nicht mehr den aktuellen Hygienebestimmungen, so dass eine Einstellung des Betriebes im Notschlachtraum vertretbar ist.

Die Durchführung der Maßnahme soll voraussichtlich in der Zeit zwischen November 2012 und März 2013 erfolgen.

Im Rahmen der anschließenden Beratung wurde aus der Mitte des Gemeinderates gebeten, soweit notwendig die anstehenden Arbeiten von Fachfirmen ausführen zu lassen, was von der Verwaltung zugesagt wurde. Ebenso wurden Rückfragen zur wegfallenden Verwendung von Reisig, zur Anzahl der Brote, die in den neuen Öfen untergebracht werden können, und zum zukünftig geplanten Modus in Bezug auf die Bereitstellung von Brennmaterial zum Anheizen beantwortet. Positiv hervorgehoben wurde dabei auch das bereits jetzt zu verzeichnende Spendenaufkommen für diese Maßnahme. Letztendlich wird auch daraus deutlich, dass das Backhaus als Kulturgut eine schöne Tradition hat. Danach wurde einstimmig beschlossen:

  1. Die beiden Holzbacköfen im Backhaus werden ausgetauscht.
     
  2. Bei der Firma Häussler, Heiligkreuztal, werden hierzu zwei Bausätze für neue Holzbacköfen zum Gesamtpreis in Höhe von 11.099,98 € gekauft.
     
  3. Der Ein- und Ausbau der beiden Öfen erfolgt durch freiwillige Helfer/innen und durch Mitarbeiter des Bauhofs.
     
  4. Die Gesamtausgaben für die beiden neuen Öfen liegen voraussichtlich in der Größenordnung von 16.000,00 €. Davon werden ca. 2.000,00 € - 3.000,00 € durch Spenden getragen. Der Restbetrag wird im Rahmen des Nachtragshaushaltsplans 2012 finanziert.
     
  5. Der Notschlachtraum wird aufgegeben, damit diese Flächen zukünftig als Holzlager und Aufenthaltsraum für das Backhaus genutzt werden können.


Bausachen:
- Anbau einer Garage, eines Strohlagers und von Technik-Räumen für eine automatische Melkanlage sowie Erstellung einer überdachten Abstellfläche und Verlegung eines Silos, Sandäcker 1
- Balkonanbau an das bestehende Wohnhaus, Sandäcker 1

Das gemeindliche Einvernehmen nach § 36 BauGB zu diesen beiden Bauvorhaben nach § 35 BauGB wurde jeweils einstimmig erteilt.


Verschiedenes – Bekanntgaben – Anfragen

Bürgermeister Schöck gab bekannt, dass in der nichtöffentlichen Sitzung am 22. Mai 2012 keine Beschlüsse gefasst wurden.

Ebenso informierte er den Gemeinderat darüber, dass die Gemeinde gemeinsam mit den Gemeinden Nufringen, Mötzingen und Deckenpfronn sowie dem Landkreis Böblingen einen Antrag auf Aufnahme in das Förderprogramm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur stellen wird. Nachdem die darin verfolgten Ziele (Innenentwicklung forcieren, Ortskern attraktiv gestalten, Sensibilisierung und Bewusstseinsschaffung, Öffentlichkeitsarbeit, Bauplatz- bzw. Leerstandsbörse usw,) sich genau mit den Leitsätzen und Handlungszielen der Gemeindeentwicklung 2030 decken und zudem auch der zeitliche Ablauf (Oktober 2012 bis November 2013) exakt passt, wäre eine Aufnahme in dieses Förderprogramm sehr wünschenswert. An der Finanzierung dieses Projektes mit Gesamtkosten in Höhe von 60.000 € beteiligt sich die Gemeinde Hildrizhausen mit einem Anteil in Höhe von 3.700 €.

Darüber hinaus ging der Vorsitzende noch einmal auf die vorgenommene erfreuliche Priorisierung des Weiterbaus der B 464 an der Altdorfer Kreuzung durch das Land näher ein, über den bereits in der vergangenen Woche im Nachrichtenblatt informiert wurde.

Abschließend verwies er noch auf den Spatenstich für das neue Pflegeheim „Gustav-Fischer-Stift“ am 27. Juli 2012 um 11.00 Uhr und lud herzlich dazu ein.