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Gemeinde Hildrizhausen
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Bericht über die Gemeinderatssitzung vom 24. März 2015


Vorstellung der Machbarkeitsuntersuchung zur zukünftigen Energieversorgung der Schönbuchschule, der Schönbuchhalle sowie des Freibads und zur Nahwärmeversorgung angrenzender Wohngebiete

Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßte Bürgermeister Schöck Herrn Diplom-Ingenieur Ulrich Korb vom IBS Ingenieurbüro Schuler GmbH Energie- und Gebäudetechnik, Bietigheim-Bissingen, am Ratstisch.

Der Vorsitzende erinnerte zunächst daran, dass der Anstoß für die vorliegende Machbarkeitsuntersuchung im Rahmen der Gemeindeentwicklung 2030 aus der Mitte des Gemeinderats kam. Im Handlungsfeld „Siedlungsentwicklung und Umwelt“ war demnach kurz- bis mittelfristig die Erstellung einer Standortpotentialanalyse „Regenerative Energieerzeugung und Energieeffizienz“ vorgesehen. Damals sollten allerdings insbesondere die Möglichkeiten für den Bau einer Biogasanlage als Schwerpunkt untersucht werden. Nachdem jedoch bereits im Jahr 2013 die massive Reduzierung der Förderung solcher Anlagen absehbar war, wurde dieses Vorhaben schon bei der Auftragsvergabe im Oktober 2013 an das IBS Ingenieurbüro Schuler GmbH Energie- und Gebäudetechnik, Bietigheim-Bissingen, nicht mehr weiter verfolgt.  

Als neue Aufgabenschwerpunkte wurden dafür die Nutzung eines Blockheizkraftwerks im Bereich der Schönbuchschule bzw. -halle sowie die Möglichkeiten der Nahwärmeversorgung angrenzender Wohngebiete gestellt. Nachdem sich im Jahr 2014 zudem noch eine eventuelle neue Option auf die Anbindung an ein Erdgasnetz ergeben hat, wurde dieser Energielieferant darüber hinaus als zusätzliche Alternative in die Machbarkeitsuntersuchung eingearbeitet.

Somit wurden dabei folgende Varianten untersucht:

Variante 1a:    Erneuerung der Heizungsanlage in der Schönbuchschule
                       mit Umstellung auf Erdgas

Variante 1b:     Erneuerung der Heizungsanlage im Freibad
                        mit Umstellung auf Erdgas

Variante 2a:     Zusätzlich zur Gasheizung wird in der Schönbuchschule
                        noch ein Blockheizkraftwerk zur Stromerzeugung installiert

Variante 2b:     Anstatt einer Gasheizung wird in der Schönbuchschule
                        die Alternative Pelletheizung untersucht

Variante 3a:     Die Gasheizung in der Schönbuchschule wird so groß
                        dimensioniert, dass auch noch das Freibad und Wohngebäude
                        im Bereich Würmstraße versorgt werden können

Variante 3b:     Die Pelletheizung in der Schönbuchschule wird so groß
                        dimensioniert, dass auch noch das Freibad und Wohngebäude
                        im Bereich Würmstraße versorgt werden können

Variante 4a:     Die Gasheizung in der Schönbuchschule wird so groß
                        dimensioniert, dass neben dem Freibad und der Würmstraße
                        auch noch das Neubaugebiet „Rosne“ versorgt werden könnte

Variante 4b:     Die Pelletheizung in der Schönbuchschule wird so groß
                        dimensioniert, dass neben dem Freibad und der Würmstraße
                        auch noch das Neubaugebiet „Rosne“ versorgt werden könnte

Bei den Untersuchungsergebnissen werden neben den Energie-Einsparmöglichkeiten und der CO2-Emissionsbilanz auch die jeweiligen Investitionskosten und die daraus resultierenden laufenden Kosten dargestellt.

Die umfangreichen Untersuchungsergebnisse wurden in der Sitzung vom anwesenden Vertreter des Ingenieurbüros Schuler, Herrn Diplom-Ingenieur Ulrich Korb, anhand einer als Anlage beiliegenden Präsentation sehr ausführlich erläutert.

Als Fazit hielt Bürgermeister Schöck fest, dass keine der untersuchten Varianten einen deutlichen Vorteil gegenüber den anderen Alternativen ergeben hat. Bei der Nahwärmeversorgung des Neubaugebiets „Rosne“ dürfte sich zudem noch eine gewisse Verschlechterung der Zahlen ergeben, da man beim Ingenieurbüro Schuler von einer dichteren Bebauung ausgegangen ist, als es die ersten Voruntersuchungen der Gemeinde in diesem Zusammenhang zeigen.

Aus der Sicht der Verwaltung müssen Entscheidungen zur Umsetzung der Machbarkeitsuntersuchung erst im Rahmen einer Erschließungsplanung für das Neubaugebiet „Rosne“ oder im Falle einer anstehenden Sanierung der Heizungsanlagen in der Schönbuchschule bzw. -halle erfolgen. Zudem ist zu berücksichtigen, dass aktuell die Möglichkeit eines Erdgasanschlusses noch gar nicht gegeben ist.

Nach der Beantwortung von Rückfragen zu einer Variante mit Holzhackschnitzel, die untersucht wurde und insbesondere wegen der Anlagengröße nicht sinnvoll erscheint, zur Zusammensetzung und Vergleichbarkeit der Investitionskosten bei den Varianten 4a und 4b sowie zur Höhe und zur Abwicklung der Anschlusskosten bei diesen Varianten wurde einstimmig beschlossen:

  1. Der Gemeinderat nimmt die vorgestellte Machbarkeitsuntersuchung zur Kenntnis.

  2. Weitere Entscheidungen zur Umsetzung der Machbarkeitsuntersuchung erfolgen erst im Rahmen einer Erschließungsplanung für das Neubaugebiet „Rosne“ oder im Falle einer anstehenden Sanierung der Heizungsanlagen in der Schönbuchschule bzw. -halle.

Der Vorsitzende dankte abschließend Herrn Korb für die Erstellung der Machbarkeitsuntersuchung, die nunmehr eine gute Grundlage für weitere Entscheidungen bildet, und die hierzu gegebenen Erläuterungen.


Vergabe der Arbeiten zur Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik

Bürgermeister Schöck legte dar, dass im Jahr 2015 weitere Straßenlampen auf LED-Technik umgerüstet werden sollen, um die Energieeffizienz der Straßenbeleuchtung zu verbessern. Bisher wurden vor allem im Ortskern und im Bereich der Hofäckerstraße rund 130 neue LED-Leuchtmittel eingebaut.

Bei dem vorliegenden Vergabevorschlag handelt es sich allerdings nicht nur um den Austausch des Leuchtmittels sondern des gesamten Lampenaufsatzes. Lediglich der Lampenmast wird weiter verwendet. Bei den vorgesehenen Standorten handelt es sich vor allem um die Ortsdurchgangsstraßen, da hier besondere Anforderungen an die Ausleuchtung gestellt werden. Außerdem sind noch drei Wohnstraßen mit sehr hohen Lampenmasten und großen Abständen sowie die Leuchten im Gewerbegebiet in die Ausschreibung mit aufgenommen worden.

Konkret sind folgende Straßenzüge vorgesehen:

Altdorfer Straße                20 Stück
Herrenberger Straße        18 Stück
Ehninger Straße               12 Stück

Gewerbegebiet                 20 Stück

Theodor-Heuss-Straße      3 Stück
Beethovenstraße                4 Stück
Falkentorstraße                 11 Stück
                
Summe                             88 Stück

Die Gemeinde hat im Jahr 2014 bekanntlich einen Zuschussantrag im Rahmen des Förderprogramms Klimaschutz-Plus des Landes Baden-Württemberg eingereicht. Ende November 2014 ging hierzu erfreulicherweise der Bewilligungsbescheid mit einer maximalen Zuschusshöhe in Höhe von 14.102,00 € (geschätzte Kosten in Höhe von 70.510,00 € x 20 %) ein.

Zur Vorbereitung des Zuschussantrags sowie der Ausschreibungsunterlagen wurde Unterstützung bei der Netze BW, einer Tochter der EnBW, eingeholt. Hierfür fallen pauschale Kosten in Höhe von 6.460,51 € an, die ebenfalls zuschussfähig sind. Nach dem vorliegenden Ausschreibungsergebnis wird der Landeszuschuss somit voraussichtlich lediglich in der Größenordnung von 11.700,00 € abgerufen werden können.

Bei der Ausschreibung wurden alternativ zwei Lampen ausgeschrieben:

-    Firma Philips, Modell Luma
-    Firma Siteco, Modell SL 10

Es handelt sich in beiden Fällen um qualitativ gute Produkte, die auf Grund der großen Verbreitung auch noch in der weiteren Zukunft (10 - 20 Jahre) Ersatzteillieferungen denkbar erscheinen lassen.

Insgesamt wurden vier Fachfirmen zur Angebotsabgabe aufgefordert. Das günstigste Angebot wurde dabei von der Firma Reibel & Kraus GmbH aus Winterlingen bei Albstadt-Ebingen (Winterlinger Lichtanlagen) mit einem Gesamtbetrag in Höhe von 52.002,44 € (brutto) abgegeben. Der Auftrag umfasst neben der Lieferung und dem Einbau der 88 neuen LED-Leuchten auch den Abbau und die Entsorgung der alten Lampen.

Darüber hinaus müssen dann noch bei rund 200 weiteren Straßenlampen die Leuchtmittel auf LED umgestellt werden. Die Kosten hierfür werden voraussichtlich in der Größenordnung von 15.000 € liegen. Der Stromverbrauch wird sich durch die LED-Technik sehr deutlich reduzieren. Im Durchschnitt werden die neuen Leuchten nur noch ca. 25 - 35 % des bisherigen Stroms verbrauchen. Bei ursprünglichen Stromkosten in Höhe von ca. 33.000 € pro Jahr können zukünftig somit fast 20.000 € im Jahr eingespart werden. Die Investitionskosten werden sich daher in einem Zeitraum von 5 bis 6 Jahren amortisieren.

Im Haushaltsjahr stehen 2015 im Vermögenshaushalt Mittel in Höhe von fast 74.000 € zur Verfügung. Damit sollten die vorgesehenen Maßnahmen zumindest größtenteils umgesetzt werden können.

Nach der Beantwortung einer Rückfrage zu den uneinheitlichen Preisunterschieden bei den beiden Lampen-Modellen und dem Hinweis darauf, dass es in Herrenberg einen Leuchtenpark gibt, wo man sich unterschiedliche Modelle anschauen kann, wurde einstimmig beschlossen:

  1. Der Auftrag zur Umrüstung von 88 Straßenlampen im Ortsgebiet wird an die Firma Reibel & Kraus GmbH aus Winterlingen (Winterlinger Lichtanlagen) als günstigste Bieterin zum Angebotspreis in Höhe von 52.002,44 € (brutto) vergeben.

  2. Bei den neuen Leuchten handelt es sich um das Modell Luma der Firma Philips. Die bestehenden Lampenmasten werden weiter verwendet.


Kindergartenbereich
- Beschluss der örtlichen Bedarfsplanung im Kindergartenjahr 2015/2016


Der Vorsitzende begrüßte zu diesem Tagesordnungspunkt die Leiterin des Kindergartens „Schönbuchstraße“, Frau Sabrina Reichel, als Zuhörerin.

Bürgermeister Schöck führte daraufhin aus, dass es Ziel der jährlichen kommunalen Bedarfsplanung im Kindergartenbereich ist, eine abgestimmte und bedarfsorientierte Gesamtplanung zu erstellen, die sowohl den aktuellen Bedürfnissen wie auch den zukünftig zu erwartenden Anforderungen und Entwicklungen gerecht wird. So können anstehende Veränderungen sowie die entsprechenden Handlungsalternativen in diesem Bereich schon frühzeitig aufgezeigt werden.

Hildrizhausen verfügt derzeit über folgende Betreuungsangebote für Kinder:
Bedarfsplanung

In den kommunalen Kindergärten stehen insgesamt fünf Gruppen für Kinder ab drei Jahren zur Verfügung, so dass Hildrizhausen (zusammen mit dem Waldkindergarten) eine Gesamtzahl von sechs Kindergartengruppen für Kinder ab drei Jahren vorweisen kann. Zusätzlich wurde die bereits seit dem Kindergartenjahr 2008/2009 bestehende Kinderkrippe für Kinder zwischen einem und drei Jahren im September 2014 um eine zweite Kinderkrippe im Kindergarten „Schönbuchstraße“ erweitert.

Nach den aktuell vorliegenden Kinderzahlen werden zum Ende des laufenden Kindergartenjahres 2014/2015 die Kapazitäten der gemeindlichen Kindergärten nicht vollständig ausgeschöpft sein. Der Kindergarten „Panoramastraße“ wird voraussichtlich mit 94 % gegenüber 79 % im Vorjahr eine nahezu optimale Auslastung erreichen (2013: 77 %, 2012: 83 % und 2011:92 %). Im Kindergarten „Schönbuchstraße“ wird sich die Belegung von 74 % im letzten Jahr auf voraussichtlich 100 % (2013: 79 %, 2012: 70 % und 2011: 85 %) steigern. Im Kindergarten „In der Schule“ wird sich die Belegung von 69 % im letzten Jahr auf voraussichtlich 71 % (2013: 74 %, 2012: 100 % und 2011: 74 %) ebenfalls wieder leicht steigern.

Die Belegung des Waldkindergartens mit Kindern aus Hildrizhausen liegt aktuell bei zehn Kindern und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (neun Kinder) als stabil zu bezeichnen (2013: zehn Kinder und 2012: fünf Kinder). Insgesamt sind alle 20 Plätze des Waldkindergartens belegt. Dies zeigt, dass das Betreuungsangebot des Trägervereins „Schönbuchstrolche Waldkindergarten Hildrizhausen e.V.“ nach wie vor eine wichtige Ergänzung zu den kommunalen Angeboten ist. Dieser soll deshalb weiterhin ein fester Bestandteil der örtlichen Bedarfsplanung sein und durch die Gemeinde auf der Basis der diesbezüglichen vertraglichen Umstellung im Jahr 2009 mit 63 % der Betriebskosten finanziell unterstützt werden.

Konkret wird die Belegung in den kommunalen Kindergärten im Juli/August dieses Jahres bei voraussichtlich insgesamt 105 Kindern liegen (2014: 106, 2013: 109, 2012: 123 und 2011: 125 Zählkinder). Maximal könnten 120 Kinder in den kommunalen Kindergärten aufgenommen werden, so dass eine Auslastung im Bereich der Kindergärten von 87,5 % zu verzeichnen sein wird (2014: 74,7 %, 2013: 76,8 % und 2012: 83,1%).

Die Reduzierung von sechs auf fünf Gruppen der kommunalen Kindergärten in Verbindung mit der Einrichtung der zweiten Kinderkrippe im Kindergarten „Schönbuchstraße“ hat sich somit als richtiger Schritt erwiesen, um das örtliche Betreuungsangebot an die Bedarfsentwicklung anzupassen und dabei eine qualitative Verbesserung des Angebots zu erreichen. Bekanntlich wurde in diesem Zusammenhang auch die seitherige Altersmischung in den kommunalen Kindergären abgeschafft. Durch die Reduzierung um eine Kindergartengruppe wurde jedoch auch wie erwartet die Flexibilität in Bezug auf die Wahl der Betreuungseinrichtung etwas eingeschränkt, wenngleich seither nahezu allen Wünschen in Bezug auf die Betreuungseinrichtung entsprochen werden konnte.

Das Angebot des Mittagstisches in den Kindergärten und in der Schönbuchschule wird erfreulicherweise weiterhin gut genutzt. Es werden aktuell in Wochen, in denen keine Schulferien sind, im Durchschnitt täglich ca. 10 Essen von Schülern der Schönbuchschule, ca. 11 Essen von Kindern im Kindergarten „In der Schule“, ca. 12 Essen im Kindergarten „Schönbuchstraße“ und ca. 3 Essen im Kindergarten „Panoramastraße“ verkauft. Die noch etwas geringe Zahl an verkauften Essen im Kindergarten „Panoramastraße“ ist darauf zurückzuführen, dass das Essensangebot dort erst im September 2014 neu eingeführt wurde, so dass sich die Zahl der Nutzer dieses Angebots zukünftig vermutlich noch etwas steigern wird.
Der Abmangel der Gemeinde im Bereich des Mittagstisches (hierzu gibt es den Grundsatzbeschluss, dass dieser den Betrag in Höhe von 2.000 € jährlich nicht übersteigen sollte) hat sich 2014 ähnlich wie im Jahr 2013 entwickelt, so dass im Ergebnis neben einem Abmangel in Höhe von 56,29 € lediglich noch Raum- und Sach- bzw. Personal- und Verwaltungskosten für die Abrechnung getragen werden mussten. Im laufenden Jahr ist jedoch mit einer Steigerung des Abmangels zu rechnen, insbesondere da der Ausbau des Angebots ab September 2014 auch mit einer personellen Aufstockung im Bereich der Essensausgabe verbunden war, die sich im Gegensatz zu lediglich vier Monaten im Jahr 2014 nunmehr für das komplette Jahr 2015 finanziell niederschlagen wird.

Seit dem 01. September 2008 ist wie bereits erwähnt neben der Ganztagesbetreuung im Kindergarten „In der Schule“ auch die Kinderkrippe (für 1- und 2-Jährige) im Kindergarten „Schönbuchstraße“ als Betreuungsangebot hinzugekommen. Diese ist im September 2014 durch eine zweite Krippengruppe erweitert worden. Die Belegung der beiden Kinderkrippengruppen wird zum Ende des Kindergartenjahres 2014/2015 voraussichtlich bei insgesamt zehn Kindern liegen. Das entspricht einem Auslastungsgrad von lediglich 50 %. Gleichwohl waren die Krippengruppen im Laufe des Kindergartenjahres auch schon mit 14 Kindern belegt.
Bekanntlich gibt es seit dem 01. August 2013 einen Rechtsanspruch für unter
3-Jährige auf einen Betreuungsplatz entsprechend dem seitherigen Rechtsanspruch für Kinder ab 3 Jahren auf einen Kindergartenplatz.
Die Umfrageergebnisse der neu eingeführten jährlichen Bedarfsabfrage im Januar mit dem Blick auf Betreuungsplätze für unter 3-jährige Kinder zeigt, dass der Betreuungsbedarf in der Kinderkrippe stetig wächst, so dass mit einer zunehmenden Auslastung der Kinderkrippengruppen zu rechnen ist. Sehr vereinzelt wurde zudem angeregt, dass im Krippenbereich längere Betreuungszeiten (bis zu 45 Stunden wöchentlich) und ein früherer Beginn der Betreuung (bereits ab 7.00 Uhr morgens) angeboten werden sollte. Aktuell ist wegen des geringen Bedarfs jedoch keine diesbezügliche Veränderung des Betreuungsangebotes vorgesehen. Zunehmend angeregt wird allerdings eine Flexibilisierung der Nutzung der Krippenplätze. Eltern sollen daher zukünftig die Möglichkeit erhalten, ihre Kinder auch nur für zwei oder drei Tage in der Kinderkrippe anzumelden. Im Rahmen eines solchen so genannten Platzsharings ist es somit möglich, einen Betreuungsplatz mit zwei Kindern zu belegen. Die Einführung eines solchen Angebots, das allerdings auf den Krippenbereich beschränkt werden soll und dabei auch lediglich für maximal zwei Plätze pro Krippengruppe angewendet werden darf, wird dem Gemeinderat daher im Zuge der Neufestsetzung der Elternbeiträge für die Gemeindekindergärten voraussichtlich in seiner Sitzung am 19. Mai 2015 zur Beschlussfassung vorgeschlagen werden. Als positiver Begleiteffekt - neben einer besseren Auslastung der Krippenplätze - wird dabei auch erwartet, dass der Umfang der Nutzung der Tagespflege von Kleinkindern im Landkreis Böblingen (TAKKI), für die die Gemeinde zusätzlich Mittel bereitstellen muss und die in den letzten Monaten zugenommen hat, wieder etwas zurück gehen wird.

Betrachtet man die örtlichen Bedarfsplanungen der Vorjahre, so ist festzustellen, dass nahezu jährlich eine Neuerung und Ergänzung der Betreuungsangebote erfolgt ist. Eine entsprechende Übersicht wurde in der örtlichen Bedarfsplanung im Jahr 2011 für die Jahre 2004 bis 2008 dargestellt.

Seit dem Jahr 2009 liegt der Fokus auf der stetigen qualitativen Verbesserung der Kinderbetreuung durch die teilweise Umsetzung des Orientierungsplans, der seit dem Jahr 2006 nach und nach eingeführt wurde. Hierfür war ein hoher Schulungsaufwand notwendig, den nun annähernd alle Betreuungskräfte durchlaufen haben. Auch wenn dieser noch nicht komplett verbindlich ist, wurden doch viele Aspekte des Orientierungsplans bereits umgesetzt. Darüber hinaus wurden nach und nach auch die Personalschlüssel in Folge der Ende 2010 erlassenen Kindertagesstättenverordnung nach oben angepasst. Schließlich wurden im Jahr 2012 nach einer Beteiligung der Elternschaft die Öffnungszeiten im Kindergarten „Schönbuchstraße“ erweitert sowie im Jahr 2013 nochmals darüber hinaus verlängert. Auf die aktuellsten relativ umfangreichen Veränderungen zu Beginn des Kindergartenjahres 2014/2015 wurde bereits Bezug genommen.

Mit der problemlosen Erfüllung des Rechtsanspruchs von unter 3 Jahre alten Kindern auf einen Platz in einer Kindertageseinrichtung ist die Gemeinde Hildrizhausen auf einem guten und richtigen Weg, Jahr für Jahr eine noch familienfreundlichere Gemeinde zu werden.

Abschließend wurde nochmals darauf hingewiesen, dass die Bedarfsplanung entsprechend den Vorgaben durch das Kreisjugendamt erstellt wurde.

Die Vertreter des Vereins „Schönbuchstrolche Waldkindergarten Hildrizhausen e.V.“ als freier Träger wurden mündlich an dieser Bedarfsplanung beteiligt.

Die örtliche Bedarfsplanung für das Kindergartenjahr 2015/2016 (Formblatt) und die Statistik hierzu zum 01. März 2015 lagen der Vorlage als Anlagen bei und wurden in der Sitzung zudem kurz erläutert.

Die örtliche Bedarfsplanung kann nach der Beschlussfassung dem Landratsamt Böblingen vorgelegt werden.

Darüber hinaus wurde auf die in den letzten elf Jahren jeweils im Rahmen der örtlichen Bedarfsplanung gemachten grundsätzlichen Ausführungen verwiesen.

Nach der Begrüßung der zukünftigen Möglichkeit eines Platzsharings im Krippenbereich  aus der Mitte des Gemeinderates heraus und der Beantwortung einer Rückfrage zur aktuellen Anzahl an Kindern, die über TAKKI betreut werden (fünf Kinder), wurde einstimmig beschlossen:

1.    Der Gemeinderat nimmt die Ausführungen zustimmend zur Kenntnis.

2.    Der Gemeinderat beschließt die örtliche Bedarfsplanung für das Kindergartenjahr
       2015/2016.


Bausachen:
  • Neubau eines Wohnhauses mit Doppelgarage, Steinachstraße 11/1
    Das gemeindliche Einvernehmen zu diesem Vorhaben nach § 36 BauGB in Verbindung mit § 34 BauGB sowie die hierzu notwendigen Befreiungen wurden einstimmig erteilt.
  • Veränderte Ausführung des Eingangsbereiches und Anbringung von Werbeanlagen beim Neubau einer Bäckerei mit Café, Altdorfer Straße 11
    Das gemeindliche Einvernehmen zu diesem Vorhaben nach § 36 BauGB in Verbindung mit § 34 BauGB wurde einstimmig erteilt. Zudem wurde einstimmig beschlossen, dass bei der Gestaltung der Außenanlagen zwingend auf die Sichtverhältnisse für Verkehrsteilnehmer beim Ein- und Ausfahren von der Altdorfer - in die Zeppelinstraße und umgekehrt zu achten ist.


Verschiedenes – Bekanntgaben – Anfragen

Der Vorsitzende gab bekannt, dass in der nichtöffentlichen Sitzung am 24. Februar 2015 keine Beschlüsse gefasst wurden.

Aus der Mitte des Gemeinderates wurde im Namen einer Mutter angeregt, den Eingangsbereich zum Spielplatz in der Theodor-Heuss-Straße unter dem Aspekt der Sicherheit mit einem Gartentor o.ä. zu versehen. Ebenso wurde auf die unsachgemäße Nutzung dieses Spielplatzes durch Jugendliche und die entsprechenden Folgen hingewiesen. Bürgermeister Schöck führte daraufhin aus, dass der Hinweis zum Eingangsbereich schon mehrfach gegeben, seither jedoch kein Handlungsbedarf hierzu gesehen wurde. Die Anfrage soll insofern zum Anlass genommen werden, die Situation nochmals von einem Experten bewerten zu lassen und daraufhin eine endgültige Entscheidung zu treffen. In Bezug auf die unsachgemäße Nutzung durch Jugendliche erläuterte der Vorsitzende, dass man dies bereits im Auge habe, eine ständige „Überwachung“ jedoch nicht durchführbar ist.