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Bericht über die Gemeinderatssitzung am 29.09.2009


Unmittelbar vor der Beratung und Beschlussfassung des Kultur- und Nutzungsplanes wurde ein Waldbegang durchgeführt. Dabei wurden die Arbeiten des vergangenen Wirtschaftsjahres aufgezeigt sowie ein Ausblick auf die anstehenden Aufgaben gegeben. Der Waldbegang wurde von Herrn Christian Kirch (stellvertretender Leiter des Kreisforstamtes) und Herrn Manfred Demattio (Revierleiter in Hildrizhausen) vorbereitet.

 

Ergebnisse des Waldwirtschaftsjahres 2009

Der Holzeinschlag des Jahres 2009 wird mit ca. 1.750 fm um 110 fm niedriger ausfallen, als dies im Kultur- und Nutzungsplan 2009 vorgesehen war. Im Jahr 2009 musste bisher erfreulicherweise fast kein Sturm- und Käferholz aufgearbeitet werden.

Durch sinkende Holzpreise und eine geringere Menge Eichen-/Kiefernholz bei der jährlichen Versteigerung fielen die Einnahmen geringer aus als ursprünglich geplant. Die Holzerlöse müssen somit im Nachtrag 2009 von 106.000 ? auf 102.000 ? reduziert werden. Auf der Ausgabenseite wurden die Arbeiten für die Jungbestandspflege größtenteils an einen Unternehmer vergeben. Die Einsparungen beim eigenen Personal werden hierfür jedoch nicht ganz ausreichen, da auch eine deutlich größere Fläche bearbeitet wurde. Im Gesamtergebnis dürfte somit noch ein Überschuss in Höhe von fast 25.000 ? möglich sein.

Der Holzeinschlag durch die Fa. Protzer, Nufringen, in Zusammenarbeit mit Herrn Mark Wörner als Waldarbeiter der Gemeinde verlief aus Sicht der Verwaltung reibungslos.

Planung für das Waldwirtschaftsjahr 2010

Im Zusammenhang mit dem 10-jährigen Forsteinrichtungswerk wurde im Juli 2007 ein jährlicher Holzeinschlag von durchschnittlich 1.850 fm beschlossen. Der jetzt vorgelegte Kultur- und Nutzungsplan 2010 liegt mit 1.650 fm um 200 fm unter dem vorgesehenen Durchschnittswert. Die Reduzierung des Hiebsatzes ist vor allem auf die stark gesunkene Nachfrage und damit deutlich schlechtere Holzpreise zurückzuführen. Bei ansteigenden Preisen kann auch der Einschlag wieder nach oben angepasst werden. Im Brennholzbereich bleibt der Umfang stabil, da mit der Waldhaus gGmbH (neue Holzhackschnitzelheizung) voraussichtlich noch ein weiterer örtlicher Abnehmer hinzukommen wird.

Die Schwerpunkte 2010 liegen vor allem in Durchforstungsflächen in der Abteilung 4 (Bereich ?Rötelberg?), in der Abteilung 13 (Bereich ?Mönchkeller?) sowie in der Abteilung 9 (Bereich ?Rote Sandgrube?). Die Endnutzung der Fichten soll in der Abteilung 8 (Bereich ?Hahnenbühl?) durchgeführt werden. Wie bereits im Vorjahr wird es dabei keine Durchforstungen mit Prozessoreinsatz durch Unternehmer geben. Der gesamte Holzeinschlag soll wie schon in den beiden vergangenen Jahren von der Fa. Protzer, Nufringen, in Zusammenarbeit mit Herrn Mark Wörner als Waldarbeiter der Gemeinde durchgeführt werden.

Das Anrücken (Transport / Sortierung / Aufstapelung der Stämme am Wegrand) soll 2010 wie bereits im vergangenen Winter durch die Fa. Rolf Notter, Hildrizhausen, (ca. 725 fm) und die Fa. Marquardt, Altingen, (ca. 725 fm) erfolgen.

Durch die gesunkenen Holzpreise und den Verzicht auf den Einschlag von Eichen reduzieren sich die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr deutlich. Dadurch wird sich das Gesamtergebnis im Gemeindewald insgesamt verschlechtern. Die Berechnungen des Kreisforstamtes und der Verwaltung gehen von einem Überschuss in der Größenordnung von ca. 5.000 ? 8.000 ? aus.

Im kommenden Forstwirtschaftsjahr sind im Vergleich zu 2009 folgende Nutzungen vorgesehen:
Plan 2010 Plan 2009

Gesamtnutzung: 1.650 fm 1.860 fm

davon Nadelholz 880 fm 810 fm
davon Laubholz (Stammholz) 20 fm 260 fm
davon Laubholz (Brennholz und Flächenlose) 750 fm 790 fm

Der Kulturplan 2010 sieht folgende Pflegemaßnahmen vor:

Auf einer Fläche von 10,0 ha soll eine so genannte Jungbestandspflege durchgeführt werden. Dabei werden vor allem in den Aufforstungsflächen Konkurrenzpflanzen (zum Beispiel Birken) herausgenommen, um bessere Bedingungen für die am jeweiligen Standort vorgesehene Holzart zu bekommen. Im Jahr 2009 wurden aktuell von einem Unternehmer bereits ca. 20 ha bearbeitet. Von den hierfür anfallenden Kosten wurden rund 40 % durch einen Landeszuschuss abgedeckt. Darüber hinaus sind keine nennenswerten Neu- bzw. Nachpflanzungen vorgesehen.

Die als Anlage beiliegenden Unterlagen des Kultur- und Nutzungsplanes 2010 sowie eine Übersichtskarte des Kommunalwaldes wurden in der Sitzung von den beiden anwesenden Vertretern des Kreisforstamtes zusätzlich erläutert.

Nach der Beantwortung einer Rückfrage wurde einstimmig beschlossen:

  1. Die Gesamtnutzung im Gemeindewald wird für das Jahr 2010 auf 1.650 fm festgesetzt. Der Holzeinschlag liegt damit um 200 fm unter dem jährlichen Durchschnitt der so genannten 10-jährigen Forsteinrichtung.
     
  2. Dem vom Kreisforstamt vorgelegten Kultur- und Nutzungsplan für den Gemeindewald 2010 wird zugestimmt.


Bürgermeister Schöck bedankte sich am Ende der Sitzung bei Herrn Kirch und Herrn Demattio sowie den Mitarbeitern des Kreisforstamtes die gute Zusammenarbeit. Ein weiterer Dank im Zusammenhang mit der Waldbewirtschaftung richtete er an die Waldarbeiter der Gemeinde (Mark Wörner und Rudolf Brösamle) sowie die Mitarbeiter des Bauhofes, die Jagdpächter und an alle Firmen, die im Gemeindewald im Einsatz sind. Ebenso bedankte sich Bürgermeister Schöck bei allen Anwesenden für ihr reges Interesse.

Im Anschluss daran klang der Abend gemütlich bei belegten Brötchen und Getränken in der Fuchshütte aus.